Französische Strafsteuer: VDA protestiert bei EU

04.01.2008 17:08 Uhr
Für Modelle wie den Mercedes ML 63 AMG mit einer CO2-Emission von bis zu 336 g/km ist in Frankreich ab sofort 2.600 Euro Strafsteuer fällig.
© Foto: Daimler

Der Verband der deutschen Automobilhersteller hat bei der EU gegen die seit Jahresbeginn in Frankreich geltende Strafsteuer für verbrauchsintensive Neufahrzeuge protestiert. Der Vorwurf: "Zielgerichtete" Diskriminierung deutscher Importfahrzeuge".

Der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) hat bei der EU gegen die seit Jahresbeginn in Frankreich geltende Strafsteuer für verbrauchsintensive Neufahrzeuge protestiert. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes wurde ein Rechtsgutachten zugestellt, das das nach CO2-Ausstoß gestaffelte Bonus-Malus-System als "zielgerichtete" Diskriminierung deutscher Importfahrzeuge bezeichnet, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Freitag. Wie die Zeitung weiter meldete, hat die neue Regelung bereits Auswirkungen gehabt, allerdings zunächst positive für die deutschen Hersteller. So konnten BMW und Audi im Nachbarstaat im letzten Monat des Jahres 2007 die Neuzulassungen um 53 bzw. 25 Prozent steigern, Daimler legte dank Mercedes gar um 70 Prozent zu. Dank dieses Vorzieheffekts und nun drohenden Strafzahlungen bis zu 2.600 Euro befürchten die drei deutschen Premiumanbieter jedoch jetzt einen Einbruch beim Frankreichgeschäft. (ng)

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