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Rademacher-Kritik
VDOH kündigt ZDK-Mitgliedschaft
Der Verband Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler e.V. (VDOH) hat am Freitag seine Mitgliedschaft im Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) gekündigt. Wie Thomas Bieling, Sprecher des VDOH-Vorstandes, am Montag gegenüber AUTOHAUS Online erklärte, fühle man sich vom Dachverband der Branche nicht mehr ordentlich vertreten.
In der besonderen Situation, in der das Fabrikat derzeit stecke, benötigten die Opel-Händler die volle Rückendeckung aller Verbände. "Mit der Kündigung nehmen wir Bezug auf ein Interview, das der ZDK-Präsident der 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' gegeben hat. Aus diesem Interview schließen wir, dass wir mit dem ZDK nicht gemeinsam an einem Strang ziehen", so Bieling.
Rademacher hatte sich in der Freitagsausgabe der "FAZ" (3. September 2010) kritisch zum aktuellen Opel-Garantieversprechen geäußert und das Vorgehen der Wettbewerbszentrale begrüßt. "Auch andere Fabrikate haben ähnliche Garantiezusagen, werben aber nicht so vollmundig mit dem Begriff 'lebenslang'", sagte der ZDK-Präsident der Zeitung. Das Werbeversprechen diene nicht der Klarheit und schade dem Ruf der Marke Opel. "Wenn die Wettbewerbszentrale das nicht aufgegriffen hätte, dann hätten wir als ZDK selbst geklagt", so Rademacher.
Diese Aussagen, so Bieling, würden der Sache nicht gerecht. "Als Opel-Händler stehen wir hinter der Garantie." Die Kündigung sei daher ein politisches Signal, dass "ausgesendet werden musste". "Wir haben Robert Rademacher zu unserer nächsten Vorstandsitzung im Oktober eingeladen und hoffen auf ein klärendes Gespräch. Bis dahin liegt unsere Zusammenarbeit auf Eis." Ein Austritt aus dem Dachverband hat nach Einschätzung von Bieling keine praktischen Folgen für den VDOH und seine Mitgliedsbetriebe. Der Händler-Sprecher will jedoch bis zur Klärung der Angelegenheit seine Mitarbeit in den ZDK-Gremien ruhen lassen.
ZDK: Rademachers Aussagen sinnentstellend wiedergegeben
Auf Nachfrage von AUTOHAUS Online teilte ein ZDK-Sprecher mit, das Interview mit der "FAZ" sei in entscheidenden Passagen sinnentstellend wiedergegeben worden und daher nicht autorisiert gewesen. Der ZDK wolle nun kurzfristig das Gespräch mit dem VDOH suchen und bis dahin die Angelegenheit nicht weiter kommentieren.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Breitschwert bedauert Austritt
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(Foto: Archiv/ZDK/Opel/AHO-Montage)
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