Donnerstag, 09.02.2012
29.10.2008
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Zinsgünstige Kredite

Verheugen macht sich für Autoindustrie stark

Angesichts der Krisenstimmung in der europäischen Autoindustrie hat EU-Industriekommissar Günter Verheugen Milliarden-Kredithilfen für die Branche gefordert. "Es geht um ein Gesamtkreditvolumen von 40 Milliarden Euro", sagte Verheugen am Mittwoch in Brüssel nach einem Spitzentreffen mit Vertretern aus Politik und Industrie. Die Europäische Investitionsbank (EIB) solle die zinsgünstigen Kredite zur Verfügung stellen. "Dafür ist sie da." Die Industrie brauche Hilfen für die Entwicklung von Autos mit geringerem Schadstoffausstoß. Die Entscheidung liege bei den Eigentümern der EIB, den 27 EU Staaten, betonte der deutsche Kommissar. Umweltschützer kritisierten, die Steuerzahler sollten jetzt einspringen für die "Verantwortungslosigkeit und Untätigkeit" der Hersteller. Gewerkschaftsvertreter sprachen von jahrelangen Versäumnissen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso wandte sich gegen die Subventionierung einzelner Sektoren, wie sie Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für die Autobranche vorsieht. Der Präsident des europäischen Dachverbands ACEA, Christian Streiff, forderte angesichts der Finanzkrise "angemessene, vorübergehende Unterstützung". "Wir müssen sagen, dass unsere Wettbewerbsfähigkeit an Grenzen gelangt ist", sagte der Chef des französischen Herstellers PSA Peugeot Citroën. "Die Banken versorgen uns nicht mehr (mit Krediten) und unseren Kunden auch nicht, weswegen wir Kunden verlieren." Der ACEA hatte bereits vor einigen Wochen ein EU-Kreditpaket von 40 Milliarden Euro ins Gespräch gebracht.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Prominent besetzter "Auto-Gipfel"

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

30. Oktober 2008 09:45
Eichhornchen meint:
dem Komentar von O. Koller ist eigentlich nichts hinzuzufúgen: Erst die dicke Kohle kassieren und dann um Hilfe betteln - irgendwo haben wir das die letzten Tage schon mal gehůrt ... Warum soll jetzt der Steuerzahler Unternehmensentscheidungen ausgleichen - wir als Mittelstandler wúrden einfach nur insolvenz anmelden mússen, wenn wir so wirtschaften - und niemanden wúrde das storen ...


29. Oktober 2008 21:13
wallibelli meint:
Sehr geehrter Herr Staatssekretär Hohmann,
schade dass ich bei der Sitzung nicht anwesend war.Auf ihre Bemerkung:
"Sie können ja auch nicht einem Kranken sagen,der durch Rauchen seine Krankheit mitverschuldet hat,wir stellen jetzt jede Hilfe ein."
hätte ich Ihnen geantwortet:

"Haben die Raucher,die vor 10 Jahren versprachen,das Rauchen bis 2008 einzustellen(freiwillige Selbstverpflichtung 140g CO2 Durchschnitt), die seit mehreren Jahren wissen,welche finanziellen Belastungen sie verursachen(zunehmende Ölabhängigkeit)und die allerspätestens zum Jahreswechsel 2006/07 von verschiedenen Klimaforschern ihre C02 Schadensbilanz präsentiert bekamen,überhaupt ein Anspruch auf Hilfe?"

Zumal sich einer der Kettenraucher erst vor einigen Tagen im Angesicht fortgeschrittener Krankheit zum weiterem starken Rauchen bekennt(Vorstellung Audi Q 7 V12 TDI mit 2,5t Leergewicht,500 PS und 300g/km CO 2 Ausstoß.Pressetext: "Die Spitze der Leistungsfähigkeit deutschen Autonmobilbaus").

Die Autohersteller sind wie die Banken dabei,den letzten Rest an Reputation und Vertrauen zu verspielen.Der Steuerzahler soll jetzt die Folgen einer vorsätzlich herbeigeführten Krankheit durch seinen Obulus tragen,obwohl die Masse deutschen Autoangebotes seit Jahren das finanzielle Leistungsvermögen von Durchschnittskunden bis zur Schmerzgrenze strapaziert,in der jüngeren Vergangenheit sogar überstrapaziert.

Ich konstatiere,dass sich speziell die deutsche Automobilindustrie mit
ihren Premiumanbietern in einem Teufelskreis befindet.Die Gewichtung auf grosse,schwere,leistungstarke und somit zwangsläufig verbrauchsintensive Fahrzeuge ermöglichte ausreichende Gewinne zum Erhalt dauerhaft hochwertiger deutscher Arbeitsplätze inkl.einer innovationsfähigen Zulieferindustrie.

Leider haben die Raucher es in einer gewissen Erfolgsüberheblichkeit versäumt,sich mit Entwöhungszenarien zu beschäftigen.Denn ohne starken Tabak(Deckungsbeiträge großer Autos mit hohem Verbrauch)können sie nun nicht mehr wie gewohnt leben.Sie drohen an Entzugserscheinungen dahinzusiechen.

Wehrter Herr Hohmann,ich möchte nicht in Ihrer Haut stecken.Eine C0 2 Steuer kann zum Bummerang für deutsche Premiumhersteller werden.Kaum ein Bürger bzw.Steuerzahler hätte Verständnis, wenn Autos über 160g C0 2-Ausstoß steuerlich gefördert bzw.durch andere Anreize ihr schleppender Absatz wieder auf Touren kommen soll.Da wird sicherlich auch die EU ihr Veto einlegen.

Ich gebe ihrem Ministerium recht,eine CO2 Steuer,deren Förderung sich an den Grenzwerten 140g,130g,120g je km orientiert,unterstützt zum jetzigen Zeitpunkt kaum den Erhalt hochwertiger deutscher
Premiumarbeitsplätze.Im Gegenteil:Es wäre primär eine Absatzhilfe für Importeure und Muttergesellschaften zweier deutscher US-Ableger.

Man sollte aber nicht so vermessen sein, Förderprogramme anderer Art
könnten den Autoherstellern das aktuelle Problem mangelnden Bedarfs an margenträchtigen Autos lösen.Der Trend zum etwas kleineren, sparsamen,effizienten und zukunftssicheren Auto mit geringem CO 2 Ausstoß ist unumkehrbar.

Ich behaupte sogar,viele potentielle Käufer sind den Verantwortlichen in der Auto-Industrie in einem Punkt weit voraus: Sie wollen zu vertretbaren Kosten schneller weg vom Öl-Verbrenner,als deutsche Autohersteller es planen.

Kundentenor: "Wenn die Krise irgendwann vorbei ist, und die Propheten wieder Aufschwung verkünden, dann steigt der Ölpreis schneller auf neue Höchststände,als er in den letzten Wochen gefallen ist."
Kraftstoffpreise von über 4,-$ pro Gallone in den USA und mehr als 1,60.-€ je Liter bei uns haben ihre Wirkung hinterlassen. Wie sagt doch ein altes deutsches Sprichwort: "Gebranntes Kind scheut das Feuer."

Es grüßt Sie mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Raucherentwöhnugstherapie unserer wichtigen deutschen Autoindustrie.

wallibelli


29. Oktober 2008 16:22
O. Koller meint:
Hätte man das Geld nicht seit Jahren in die unnötige ja idiotische Entwicklung von 10- und 112-Zylindermotoren und Sportwagen, die über 300 km/h fahren gesteckt, sondern wie Honda oder Toyta auch umweltschonenden, moderne Fahrzeugkonzepte entwickelt, bräuchte man jetzt nicht bei der EU und beim Staat betteln!!!
Die Herren Mangaer und Ingeneure der Aut-Konzerne sollten sich lieber ein Beispiel am Mittelstandt und dessen Onnovationskraft nehmen!- Und auch sonst wäre dieser in vielerlei Hinsicht ob der aktuellen Situation beispielgebend!!

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