Experten der John-Moore-Universität in Liverpool wollen eine Zauberformel entdeckt haben, die den "Three Lions" auf dem Weg zum zweiten WM-Titel nach 1966 ein erfolgreiches Elfmeterschießen garantiert. Trainer Sven-Göran Eriksson hat dem Vernehmen nach das angeblich perfekte System bereits studiert, doch der Schwede gibt weiterhin konventionellen Methoden den Vorzug vor ungeprüften Rechenspielereien. Die Mathematiker aus Liverpool haben ihren Berechnungen die Analyse aller englischen Elfmeter bei großen Turnieren seit 1962 zu Grunde gelegt und dabei Werte wie Schussgeschwindigkeit, Anzahl der Schritte beim Anlauf oder Fußhaltung beim Schuss berücksichtigt. "Bis heute wurde das Elfmeterschießen immer als Lotterie beschrieben", berichtete David Lewis, Erfinder der Elfmeter-Formel, "und bisher hat England zumeist das falsche Los gezogen." Der Mathematiker empfahl "häufiges Üben unter Anleitung dieser Formel", die allerdings nicht jedem zugänglich sein dürfte. (((X+Y+S)/2)x((T+I+2B)/4))V(2/2)-1 lautet das wundersame Zahlenwerk aus der Stadt der Beatles. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die ideale Schussgeschwindigkeit 25 bis 29 Meter pro Sekunde betrage. Die ideale Anzahl der Anlaufschritte liege zwischen vier und sechs – ein langer Anlauf von zehn Schritten sei nicht Erfolg versprechend. Den Schützen wird auch geraten, vor der Ausführung nicht länger als drei Sekunden zu warten. Bleibt abzuwarten, ob und wie sich die englischen Kicker in Mathematik schlagen. (dpa)
Verlängerung – WM kurios: Englands Wunder-Formel
Mathematik gegen Elfmeter-Pech? An der John-Moore-Universität in Liverpool glaubt man daran