Samstag, 26.05.2012
05.01.2009
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Frankreich

Verschrottungsprämie schiebt Automarkt an

Die neue französische Verschrottungsprämie für Altwagen hat den französischen Automarkt zum Jahresende kräftig angeschoben. Im Dezember wurde jeder dritte Kauf eines Neuwagens mit einer Prämie von 1.000 Euro für die Verschrottung eines mindestens zehn Jahre alten Autos gefördert. Der Neuwagen durfte dafür maximal 160 Gramm CO2 ausstoßen. "Die Prämie hat den Verkauf gedopt", erklärte Olivier Lamirault vom Branchenverband CNPA dem "Journal du Dimanche" (Sonntag). Davon profitierten in erster Linie die französischen Hersteller. So konnte Peugeot 20 Prozent mehr Autos absetzen als im November. Die Verschrottungsprämie gilt seit dem 4. Dezember. Der Minister für den Wirtschaftsaufschwung, Patrick Devedjian, sagte, er rechne in diesem Jahr mit einer Steigerung des Autoabsatzes um 100.000 Einheiten. Neuwagen sind wegen der Fördermaßnahmen derzeit in Frankreich billiger als drei Jahre alte Gebrauchtwagen. Trotz des Jahresendspurts landete der französische Automarkt 2008 im Minus. Wie der Branchenverband CCFA am Montag mitteilte, wurden 2,05 Millionen Autos angemeldet – 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu den großen Neuzulassungs-Verlierern zählt Daimler: Der Stuttgarter Hersteller musste zweistellige Rückgänge hinnehmen. Die Gruppe verlor im Vergleich zum Vorjahr 17,1 Prozent, die Kernmarke Mercedes-Benz verzeichnete einen Rückgang um 16,4 Prozent. Besser schlugen sich BMW (plus 3,9 Prozent) und Volkswagen (minus 1,1 Prozent). Die Kernmarke VW legte bei den Neuzulassungen um 1,3 Prozent zu und kommt als stärkste deutsche Marke auf einen Marktanteil von sieben Prozent. Opel büßte dagegen 9,9 Prozent ein. Renault steigerte die Zahl der Neuzulassungen auf dem Heimatmarkt um 3,5 Prozent. PSA Peugeot Citroën kam auf ein Plus von einem Prozent. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

07. Januar 2009 12:30
outsider meint:
Hier kann ich meinem Vorredner nur zustimmen! Wenn jemand den "Französischen Weg" für gut befindet dann sollte er sich auch folgende Aussage von führenden französischen Politikern sowie des Peugeot Managements vor Augen halten: " Das aktuelle Preisniveau von Neuwagen entspricht dem von drei Jahre alten Gebrauchtwagen“! Was bedeutet dies für Restwerte? für Inzahlungnahmen? für die Versicherungswirtschaft und zum Schluss für die Nachhaltigkeit? Preise runter, dass zeigt sich gerade bei unseren "Premium" Herstellern führt zum Totalschaden! Deshalb sind die Herren Weyler, Felske usw. auch so ersetzbar geworden. Neue Wege braucht das Land!


06. Januar 2009 08:20
Kein Professor meint:
Mag sein, dass sich der ein oder andere freut, mehr Neuwagen verkaufen zu können. Das löst aber nicht das Problem. Im Gegenteil, es werden neue geschaffen. Was passiert jetzt mit den jungen Fahrzeugen? Wer bezahlt den Wertverfall? Der Händler - ganz ohne Prämie von oben! Auto verkaufen ist eine komplexe Angelegenheit. Sie sollte nicht nur aus einem Blickwinkel betrachtet werden. Ich hoffe, das verstehen endlich auch die Herren der SPD - und wenn nicht, ist es für uns alle besser, wenn die Demokratie sich in eine andere Richtung entscheidet! Wer im Wahljahr Verschrottungsprämien auslobt, hilft nicht dem Autohandel, sondern nur sich selbst und der Autoindustrie - genau denjenigen, deren Manager jedes Jahr ein dickes Gehalt nach Hause tragen und nicht denen, die jeden Tag an der Front in schweren Zeiten meist unterbezahlt ihren Job machen!


05. Januar 2009 11:44
Torsten Kroll meint:
Guten Tag, erst einmal noch frohes neues nachträglich. Als ich heute morgen den Bericht gelesen habe, musste ich doch etwas schmunzeln. Da dieses doch genau ein Thema war, was wir schon im letzten Jahr mal angedacht wurde. Denn das ist wirklich eine großartige Sache um die alten ( EURO I, II und III ) endsorgen zu können und dafür die bestände im Handel abzubauen. Leider haben wir aber hierfür die falsche Regierung. Diese scheint auf dem Ohr taub zu sein. Aber mal sehen ob unsere Damen und Herren etwas vom Nachbarland annehmen. Das wir nicht immer hinterher schauen müßen sondern auch mal wieder die sind die nach vorne schauen können.
MFG T. K.

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