Freitag, 03.02.2012
13.08.2010
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Neue Opel-Garantie

"Versuch der Verdummung des Verbrauchers"

Der Präsident des Gesamtverbands Autoteile-Handel (GVA), Hartmut Röhl, ist mit Opels "lebenslanger Garantie" hart ins Gericht gegangen. "In dem marktschreierischen Angebot liegt eine gehörige Portion Versuch der Verdummung des Verbrauchers", schreibt Röhl in einem Leserkommentar auf unserem Partnerdienst "asp Online". Bei näherem Hinsehen stelle sich das Qualitätsversprechen des Rüsselsheimer Herstellers als nichts anderes als ein – allerdings kostengünstiges – Versicherungsangebot heraus. Dies sei "alter Wein in nicht mal neuen, aber fett herausgeputzten Schläuchen".

Röhl erkennt in dem Opel-Angebot den Versuch, den Wettbewerb auf dem Aftermarkt durch Kundenbindung an die Vertragswerkstatt einzuschränken. "Laufende Wartung in einer Opel-Vertragswerkstatt wird ausdrücklich nicht verlangt, dies würde auch gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen." Bei der jährlich fällig werdenden "Aktivierung" der Versicherung werde der Markenbetrieb aber die Gelegenheit kaum ungenutzt lassen, den Kunden gleich zur Vornahme kostenpflichtiger Leistungen zu überreden.

Der Opel-Händlerverband hatte die neue "lebenslange Garantie" überaus positiv aufgenommen. Vorstandssprecher Thomas Bieling sprach vom "richtigen Weg, um zu zeigen, dass wir gute Produkte haben". Axel Berger, Chef von Opel-Garantiepartner Car-Garantie, erwartet, dass der Vertragshandel von einer starken Kundenbindung profitieren wird, "die ein Autoleben lang hält". Auch der Hersteller macht keinen Hehl daraus, dass es ein Ziel der Maßnahme ist, die Loyalität der Kunden zu den Markenbetrieben zu festigen. (rp)

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

17. August 2010 08:10
Bruno Santomauro meint:
Herr Röhl beschäftigen Sie sich besser weiter mit Ihren Kotflügeln und Ersatzbirnchen und trinken Sie lieber ein Bier, denn mit Wein kennen Sie sich anscheinend auch nicht aus.


16. August 2010 11:41
Franco Francia meint:
Dass der Opel-Händlerverband diese Marketingmaßnahme überaus positiv aufgenommen hat, ist verständlich: er hatte gar keine andere Wahl!

Herr Röhl hat Recht: Marktschreierisch wird "autolebenslang" angeboten, aber bei 160.000 km ist Schluß. Die größte Einschränkung ist die Gültigkeit nur für den Erstbesitzer. D.h. nur ein kleiner Anteil der verkauften Fahrzeuge ist ab August 2012 davon betroffen. Ein Fall für den Werberat? Irreführende Werbung?


14. August 2010 13:26
Hubertus P. Mayerhofer meint:
Diese Aktion ist nichts anderes als Kunden an die Marke Opel zu binden und potenzielle Interessenten davon zu überzeugen, das Opel wieder gute Qualität liefert. Diese Form der Produktbewerbung ist heute leider so üblich. Über den "Wahrheitsgehalt" solcher Aussagen hat der "mündige Bürger" selbst zu entscheiden. Wer alles glaubt was die Werbung verspricht, ist selber schuld.

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