Samstag, 26.05.2012
19.09.2008
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Car-Garantie

Vertragshändler schöpfen Umsatzpotential nicht aus

Eine neue Car-Garantie-Studie zeigt, dass Autokunden in einzelnen Lebensphasen unterschiedliche Umsatzpotenziale bieten. Durchschnittlich bis zu 7.300 Euro jährlich in Deutschland - in Österreich 7.500 Euro und in der Schweiz sogar 9.700 Euro - könnten je Kunde durch Autohäuser realisiert werden. Allerdings schöpfen die Vertragshändler nur etwa 56 Prozent ihres potentiellen Umsatzvolumens von rund 194 Mrd. Euro in Deutschland aus. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie "Customer Lifetime", die am Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen erarbeitet wurde. Die Studie weist zur Realisierung der Umsatzpotenziale fünf Erfolgsfaktoren aus. Einer der wesentlichen Faktoren bezieht sich auf die Fokussierung auf attraktive Zielgruppen. Die repräsentative Kundenbefragung ergab hierzu, dass Autokunden jährlich zwischen 3.440 Euro und 3.960 Euro in die Anschaffung von Pkw oder Kombi, in Wartung und Reparaturarbeiten sowie in Autozubehör investieren. Die ausgewiesenen Durchschnittswerte unterscheiden sich stark nach einzelnen Kundentypen. Die fünf Zielgruppen differenzieren nicht nur hinsichtlich der Einkommensverhältnisse und des Ausgabenbudgets, sondern vor allem bei den Markenpräferenzen und den bevorzugten Anbietern im Hinblick auf den Fahrzeugkauf und die Inanspruchnahme von Wartungs- und Reparaturleistungen "Best Ager" profitabelste Zielgruppe Die Autokunden halten darüber hinaus in einzelnen Lebensphasen unterschiedliche Umsatzpotenziale für die Autohäuser bereit. Die CarGarantie-Studie bildet die einzelnen Phasen vom Berufseinstieg/Studium bis hin Ruhestand ab. So erreichen „etablierte Kunden mit Premium-Anspruch“ in der ersten relevanten Kundenlebensphase Spitzenwerte von bis zu 7.300 Euro (Österreich 7.500 Euro und Schweiz 9.700 Euro) jährlich, während die "preissensiblen Geringverdiener" maximal nur knapp die Hälfte dieses Budgets zur Verfügung stellen. Als profitabelste Zielgruppe für den Vertragshandel ließen sich die Best Ager, also Autokunden im Lebensalter von rund 50 Jahren, identifizieren. Markenhändler sollten als Fazit aus der Studie ihre umsatz- und ertragsstarken Kundensegmente nicht nur nach Zielgruppen, sondern auch nach deren einzelnen Lebensphasen selektieren. Die höchst unterschiedlichen Investitions- und Ausgabeniveaus machen dies dringend nötig. (us)

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Fünf Erfolgsfaktoren für das Autohaus

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. September 2008 17:23
Tony Flaxxon meint:
Hochachtung davor, wie das industrienahe Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen immer wieder an hochlukrative Forschungsaufträge kommt. Wenn man bedenkt, wie hart die im Vergleich zu den 8,5 Mio sozialstaatsabhängigen Bundesbürgern zahlenmäßig geringen (solventen) Best Ager von allen Industriezweigen schon aktuell umworben werden, fragt man sich nach dem Sinn dieser Studie. Ich denke, die noch am Arbeitsleben teilnehmenden und besserverdienenden Ü50er zum einen sowieso schon per Dienstwagen an Hersteller und Handel gebunden sind. Zum anderen nimmt bei den "nur" noch freizeitaktiven Personen dieser Altersgruppe der (automobile) Mobilitätsbedarf nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben massiv ab.
Von daher hoffe ich, daß bei den Automobilproduzenten dieser Welt die Kassen so knapp sind, dass kein Consultant die Autohändler belästigen wird, sondern der Fokus ausschließlich auf eine Kernkompetenz des Produzenten, die F& E von neuen Antrieben, gerichtet wird.


24. September 2008 14:01
Eric Segura meint:
Studie:
Schon erstaunlich, daß viel Geld für eine Studie ausgegeben wird, deren Kernaussage und Conclusio keine neuen Erkenntnisse bringt. Die best ager als finanzstarke Zielgruppe zu identifizieren bedarf keiner intelektuellen research Leistung. Das ist hinlänglich bekannt. Ebenso das Thema Kundenzufriedenheit, sowie Erschließung neuer Märkte.
Viel Rauch um nichts. Alles bestens und längst bekannte Erfolgsmerkmale. Das ganze verpackt mit einigen Anglizismen und schon wird die "Studie" als besondere Erkenntnis angepriesen. Das Ganze dient lediglich als Anspruchsgrundlage um eine Armada von Unternehmensberatern auf unsere Autohäuser loszulassen. Das big business liegt dann in der "Beratung".


22. September 2008 11:48
Fredi meint:
Ihre Studie ist wohl etwas sehr optimistisch geraten. Tatsache ist doch das wohl über 3/4 der als besonders attraktiv bezeichneten Zielgruppe ein Dienstfahrzeug hat.
Und bei den Firmen sitzt das Geld nicht mehr so locker.

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