Samstag, 26.05.2012
11.03.2010
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Umfrage

Vertragswerkstätten haben Imageproblem

Kundenbindungsprogramme und Serviceverträge der Autohersteller, die Kunden auch über die Garantiezeit hinaus binden sollen, zeigen noch keinen Erfolg. Laut einer aktuellen Umfrage des Nürnberger Marktforschung Puls im Auftrag der Deutschen Post sinkt der Anteil von Autofahrern, die bevorzugt in die Markenwerkstatt gehen, bei über neun Jahre alten Fahrzeugen auf 18 Prozent. 61 Prozent der Kunden von Markenwerkstätten hätten zudem angegeben, allein aufgrund der Garantie bzw. der verwendeten Originalteile in die Markenwerkstatt zu gehen, hieß es. "Es gelingt Herstellern und Händlern kaum, Kunden von der Fachkompetenz oder der Zuverlässigkeit in Vertragswerkstätten durchgeführter Reparaturen zu überzeugen", sagte Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner. Die Vertragswerkstätten hätten im Vergleich zu freien Betrieben oder Werkstattketten wie ATU ein Imageproblem. So seien nur 31 Prozent der Befragten der Meinung, in Markenwerkstätten würden Reparaturen qualitativ besser und zuverlässiger erledigt. Gerade einmal 18 Prozent schätzten das Preis-/Leistungsverhältnis in Vertragswerkstätten als besser ein, hieß es weiter. Auch im Bereich der Kundenansprache zeigen sich laut Studie deutliche Defizite. So hätten 44 Prozent der Kunden in den letzten drei Monaten gar keine Werbung von ihrer Werkstatt wahrgenommen. An persönlich adressierte Werbung erinnern sich immerhin 28 Prozent. Gleichzeitig sei das Interesse an einer regelmäßigen Kundeninformation sehr hoch. Die hierfür bevorzugten Medien seien E-Mails sowie Briefe. Auch mit innovativen Werbeformen wie zum Beispiel Wertscheckheften, die treuen Kunden Gutscheine für vergünstigte Leistungen offerieren, lässt sich nach Meinung der Marktforscher die Kundenbindung steigern. 56 Prozent der Werkstattkunden seien daran (sehr) interessiert. (se) Weitere Informationen sind über den Link unten in der Downloadbox abrufbar.

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

12. März 2010 09:45
Thomas Meier meint:
Auch wenn man auf die Umfrage nicht viel gibt, ist das Imageproblem doch jedem in der Branche bekannt. Junge Kunden und auch Kunden mit Fahrzeugen älter 2 Jahren meiden größtenteils die Vertragswerkstatt. Und dies, obwohl nicht immer ein großer Preisvorteil vorhanden ist. Allerdings habe ich selber beim KD Erfahrungen gemacht, die mich von einem weiteren Besuch von Vertragshdl. abhalten.
Oft ein Verhalten wie auf dem Amt, der Meister fühlt sich wie der gefragteste Mann im Betrieb (und verhält sich so arrogant auch gegen dem KD und die Damen an der Info schicken einen mit dem Hinweis (da hinten) in eine Himmelsrichtung weiter...
Das so wichtige gute Gefühl fehlte komplett, da zusätzlich auch noch Dinge abgerechnet wurden, die nicht ausgeführt waren. Das Vertrauen fehlt oft, hier haben die freien Werkstätten einen Vorteil.


11. März 2010 17:41
Hans von Ohain meint:
Die Deutsche Post hat diese Umfrage in Auftrag gegeben, damit einmal mehr die Wichtigkeit von Direktmarketing und diverser CRM-Aktivitäten festgestellt wird, natürlich am besten mit der Deutschen Post. Auf solche Ergebnisse gebe ich nicht viel, denn es gibt "DIE" Markenhändler nicht. Wem helfen solche Pauschalurteile? Nur den nach Schlagzeilen suchenden Medien. Und den Umfrageinstituten. Und natürlich den Auftraggebern.

Mal davon abgesehen, sollte sich aber jeder Händler mal selbst den Spiegel vorhalten. Da wird es dann solche und solche Ergebnisse geben. Nur damit kann man etwas anfangen. Nicht mit solchen Allgemeinplätzen hier. Vielleicht sollte AUTOHAUS auch mal darüber nachdenken, was sie hier so schreiben.


11. März 2010 16:01
E:Kühlwetter (wallibelli) meint:
Wir haben in unserem Fuhrpark ausschließlich Fahrzeuge, die alle
30.000 km bzw. nach zwei Jahren einen Ölservice bzw. eine Inspektion erfordern. Nach dem ersten Ölservie ist bei einer Jahreslaufleistung
von ca. 25.000 km die 2-jährige Garantie abgelaufen. Nun geben die dt. Hersteller in der Regel bis 3 Jahre bzw. 100.000 km Kulanz. Das bedeutet in den meisten Fällen, die Werkstatten profitieren dennoch nur von einem Ölservice und max. noch einer Inspektion. Damit kann sie nicht reich werden, zumal wenn das Öl auch noch angeliefert wird. Gleichwohl bleiben wir unserer Markenwerkstatt treu (ex. Karosseriearbeiten), weil sie fachlich absolut zuverlässig arbeitet und sich bei gängigen Verschleißreparaturen an den Preisen des freien Wettbewerbs orientiert. Sie ist zwar etwas teurer als dieser, aber der Unterschied lohnt nicht, eine langjährige, vertrauensvolle zuverlässige Geschäftsbeziehung wegen einiger eingesparter Euros zu riskieren. Es ist wie so oft im Auto-Geschäft der sogenannte
"Wohlfühleffekt". Vielleicht sollte man daran in den Betrieben mehr arbeiten (damit meine ich beileibe nicht die "Tasse Kaffee und den Keks").

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