Samstag, 26.05.2012
14.07.2010
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US-Pannenserie

Verunglückte Toyota-Fahrer häufig selbst Schuld

Erste Untersuchungsergebnisse zur Pannenserie bei Toyota scheinen den japanischen Autohersteller zu entlasten. Demnach sind viele Fahrer in heiklen Situationen aufs Gas statt auf die Bremse gestiegen, was zu zahlreichen Unfällen mit Toten führte. Technische Defekte waren die Ausnahme. Das berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf noch laufende Studien.

Bislang hat die US-Behörde für Verkehrssicherheit nach Angaben der Zeitung nur einen einzigen Fall sicher ausmachen können, bei dem eine rutschende Fußmatte das Gaspedal verklemmte und zu einem Unfall führte. Im August vergangenen Jahres starben dabei in Kalifornien ein Polizist und drei seiner Verwandten. Der Fall erregte in den USA großes Aufsehen und brachte die Rückrufwelle bei Toyota ins Rollen.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf der Auswertung dutzender Datenrekorder in Toyota- und Lexus-Wagen. Allerdings hat die Verkehrssicherheitsbehörde ihre Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Sie nimmt insgesamt 75 schwere Unfälle unter die Lupe, bei denen 93 Menschen starben.

Angesichts des nationalen Aufschreis hatte Toyota weltweit mehr als acht Millionen Wagen wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten zurückgerufen. Das Unternehmen ramponierte sein Image, die Verkäufe brachen ein, der Schaden geht in die Milliarden. Toyota musste überdies eine Strafe in den USA zahlen, weil der Hersteller die Probleme mit den klemmenden Gaspedalen nicht rechtzeitig gemeldet hatte.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Studienergebnisse stärken Toyotas Position

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

19. Juli 2010 16:24
E. Kühlwetter (wallibelli) meint:
Im Nachgang zu meinen Ausführungen vom 14.7.2010 teile ich mit,dass Toytata schon seit geraumer Zeit Vorsorge gegen verutschende Fußmatten getroffen hat. Es exisitert bei allen Fahrzeugen eine Vorrichtung mit der werksseitig und nachträglich eingesetzte Fußmatten rutschfest arretierbar sind. Insofern bitte ich die Falschinformation zu entschuldigen.
Gruß E. Kühlwetter


15. Juli 2010 12:45
H. Paprocki meint:
Produkthaftung ist in den USA bekanntlich eine hochwillkommene Einnahmequelle. Das hätte Toyota wissen und darauf entsprechend reagieren müssen.
Es ist leider eine weitverbreitete Untugend aller Hersteller, in solchen Situationen erstmal auf Tauchstation zu gehen, was im aktuellen Fall desaströse Folgen hatte. Das Gegenbeispiel dazu mit wirklich perfektem Schadensmanagement lieferte seinerzeit Daimler Benz in Sachen A-Klasse und "Elchtest" ab. Verwunderlich, das hochbezahlte Manager anscheinend aus der Historie nichts lernen (wollen).


15. Juli 2010 09:42
Stefan O. meint:
Es behauptet ja niemand, daß Toyota oder irgendein Hersteller frei von Fehlern wäre. Tatsache ist aber daß Toyota seit Jahren in sämtlichen Zuverlässigkeits- und Pannenstatistiken ganz vorne mit dabei ist. Die Ergebnisse der Untersuchungen im Falle der Rückrufaktion "Gaspedal" zeigen ja, daß es den Amerikanern nur darum ging, die heimischen Hersteller zu stärken, die selbstverschuldet massive Probleme haben. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie man Gas und Bremse überhaupt verwechseln kann. Selbst wenn das passieren sollte, merkt man es doch sofort und gibt nicht noch weiter Gas!! Gibt es in Amerika keine Fahrschule oder sind die Ami´s doch so blöd wie ihr Ruf??

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