Samstag, 26.05.2012
15.12.2008
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Verkauf an MAN

Volkswagen ordnet Lkw-Geschäft neu

Der Volkswagen-Konzern ordnet seine Lkw-Beteiligungen neu und verkauft das brasilianische Geschäft mit schweren Lastwagen und Bussen an MAN. Das teilten die Unternehmen in Wolfsburg und München am Montag mit. VW ist beim Lkw- und Maschinenbauer MAN mit knapp 30 Prozent der Stimmrechte zugleich wichtigster Aktionär. Der Unternehmenswert wurde mit knapp 1,2 Milliarden Euro beziffert. Ob damit auch die in der Branche seit langem erwartete Lkw-Dreier-Allianz von VW, MAN und Scania Gestalt annimmt, ließ eine VW-Sprecherin offen: "Kein Kommentar." Mit dem Verkauf, der im ersten Quartal 2009 abgeschlossen werden soll, bündele der Konzern sein Engagement im schweren Lkw-Geschäft auf die bestehenden Beteiligungen an MAN und Scania, hieß es. Die eigene Nutzfahrzeugsparte, die bisher auch die brasilianischen Lkw-Aktivitäten geführt hatte, werde sich auf das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen – Kleinbussen und Transportern – konzentrieren, das von der Transaktion unberührt bleibe. VW hatte den schwedischen Lkw-Bauer Scania mit knapp 69 Prozent der Stimmrechtsanteile übernommen und führt die Marke als neunte Konzernmarke weiter. Zuvor hatte MAN sich Scania einverleiben wollen, war damit aber gescheitert (wir berichteten). Danach hatte VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch die Fäden in die Hand genommen, stieg bei MAN ein und übernahm schließlich Scania. Piëch ist dafür bekannt, dass er einen automobilen Großkonzern vom Motorrad bis zum Schwerlaster schaffen will. "Logischer Schritt" VW-Chef Martin Winterkorn erklärte zu dem jüngsten Schritt am Montag: "Mit dieser Entscheidung machen wir einen weiteren logischen Schritt im Lkw-Geschäft und bieten unseren brasilianischen Nutzfahrzeugaktivitäten gleichzeitig eine attraktive Perspektive im Verbund eines führenden Lkw-Herstellers." Dabei liege "erhebliches Synergiepotenzial" auf der Hand. Die Beteiligungen an MAN und Scania unterstrichen zugleich das strategische Interesse von Volkswagen am Nutzfahrzeuggeschäft, hieß es in der Mitteilung.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Firmensitz und Arbeitsplätze bleiben erhalten

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

16. Dezember 2008 16:26
Patrick meint:
Logische Konsequenz,

warum sollte VW als Anteilseigner von MAN und SCANIA eine weitere LKW-Busmarke halten. MAN ist eine internatinal angesehener Hersteller der nun auch in Südamerika tätig wird. Auf Dauer wird man die Marke VW für schwere LKW augeben, auch wenn man diese in Südamerika dann weiterproduziert, halt nur unter anderem Namen.

Scania wird wohl hauptsächlich für die Motorentechnologie benutzt, denn es macht wenig Sinn V6 V8 und 6Reihen Motoren in kleinen Stúckzahlen zu produzieren, ebenso wie Busse


15. Dezember 2008 23:43
habanos meint:
man könnte es auch liquiditätsbeschaffung nennen, wenn man die konzernmutter bei MAN betreibt. müntefering würde das warscheinlich ausplündern nach heuschreckenmanier nennen.

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