Samstag, 26.05.2012
28.01.2011
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Neuer Biosprit

Volkswagen testet "Diesel regenerativ"

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin (bis 30. Januar) ist ein neuer regenerativer Kraftstoff vorgestellt worden, der laut einer Mitteilung der Projektpartner aus Automobil- und Mineralölindustrie, Wissenschaft und Agrarwirtschaft besonders schadstoffarm sein soll. "Diesel regenerativ" besteht aus hydriertem, d. h. mit Wasserstoff behandeltem Rapsöl, dem zwei bzw. sieben Prozent Biodiesel beigemischt werden. In einem Flottenversuch werde derzeit seine Alltagstauglichkeit getestet, hieß es.

"Diesel regenerativ" wird seit 2007 in einem selbstentwickelten und patentierten Hydrierverfahren von der finnischen Neste Oil Corporation hergestellt. Beteiligt an dem Versuch sind außerdem VW und Audi, das Mineralölunternehmen OMV, Wissenschaftler der Hochschule Coburg und des Johann Heinrich von Thünen-Instituts Braunschweig sowie das Bayerische Umweltministerium. Als Vertreter der deutschen Rapserzeuger engagiert sich zudem die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) in diesem Projekt.

Die Hochschule Coburg ist mit sieben Fahrzeugen an dem Flottenversuch beteiligt, die ausschließlich mit dem neuen Kraftstoff fahren. Im Bayerischen Umweltministerium werden vier Audi mit dem neuen Kraftstoff betrieben. Die Automobilhersteller interessiert insbesondere die Verträglichkeit mit sämtlichen Motorkomponenten. "Wir gehen davon aus, dass sich die Serviceintervalle der Fahrzeuge beim Einsatz von hydriertem Rapsöl verlängern lassen könnten. Zudem erwarten wir einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz", erklärte Jens Hadler, Leiter Aggregate-Entwicklung bei Volkswagen.

Jürgen Krahl vom Technologietransferzentrum Automotive (TAC) der Hochschule Coburg, ist zuversichtlich, dass der neue Kraftstoff die hochgesteckten Erwartungen erfüllen kann: "Wir prüfen mit unterschiedlichen Fahrzeugen und Motorengenerationen, ob dieser neue Kraftstoff mit den vorhandenen Dieselmotoren kompatibel ist und tatsächlich zu niedrigeren Emissionen führt. Verlaufen die Tests positiv, wäre ein Biokraftstoff gefunden, der sich gut für sensible Gebiete wie Innenstädte eignet. Besonders interessant ist dabei der Umstand, dass der Kraftstoff auch in Reinform mit Dieselpartikelfiltern kompatibel ist und über das vorhandene Tankstellennetz vertrieben werden könnte." (ng)

 
 
 
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