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Verkehrte Welt: VW ist im Übernahme-Poker mit Porsche obenauf.
Entscheidung
VW-Einstieg bei Porsche erst Ende Juli fix?
Bei der geplanten Übernahme des Porsche-Sportwagengeschäfts durch VW gibt es immer mehr Störmanöver – ein Scheitern des Deals gilt aber als eher unwahrscheinlich. Allerdings wird sich der Beschluss im Porsche-Aufsichtsrat voraussichtlich um eine weitere Woche verzögern. Das Thema solle auf der Sitzung des Sportwagenbauers an diesem Donnerstag noch nicht abschließend verhandelt werden, hieß es in Unternehmenskreisen. Zugleich wird die Auseinandersetzung um das Projekt immer schärfer. Nach den Ankündigungen massiver Proteste bis hin zu Streiks durch Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück gab es am Montag Streit um die steuerliche Behandlung des Geschäfts. Ein Sprecher von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) wies Darstellungen energisch zurück, wonach VW Steuerzahlungen beim Kauf von Porsche zu vermeiden suche. "Beim jetzt angestrebten Verschmelzungsprozess wird es nur eine Lösung im Einklang mit der Rechtslage geben, die zudem dem Staat nachhaltig Steuereinnahmen sichert", erklärte er am Montag in Hannover. Schließlich habe Porsche VW übernehmen wollen, und nicht umgekehrt. "Es ist unbegreiflich, warum einige, die das gesamte Vermögen der Familien Porsche und Piëch aufs Spiel gesetzt haben, jetzt auch noch deren Rettung torpedieren." Die "Süddeutsche Zeitung" hatte unter Berufung auf Porsche-Aufsichtsratskreise berichtet, bei der geplanten Übernahme des Sportwagengeschäfts durch VW fielen bis zu drei Milliarden Euro Steuern an, die das Geschäft noch zum Scheitern bringen könnten. Deshalb werde nach Wegen gesucht, die Zahlungen an den Fiskus zu vermeiden. Auch ein VW-Sprecher hatte dies zurückgewiesen: "Das ist ein durchsichtiger Versuch, eine gute unternehmerische Lösung zu torpedieren."
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: VW-Aktie auf Talfahrt – "Knoten durchschlagen"
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(Foto: Nigel Treblin/ddp)
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