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VW übernimmt Kernteile des insolventen Autozulieferers Karmann.
Karmann
VW erwägt stärkeres Engagement in Osnabrück
Volkswagen erwägt ein stärkeres Engagement an seinem künftigen Standort Osnabrück. "Wir prüfen, den Fortbestand der Karmann-Entwicklungsabteilung über die neu zu gründende Volkswagen-Osnabrück GmbH auf Auftragsbasis zu sichern", sagte ein VW-Sprecher am Dienstag in Wolfsburg. VW übernimmt mit Immobilien und Maschinen Kernteile des insolventen Autozulieferers Karmann und baut an seinem neuen Standort in Osnabrück künftig ein neues Golf-Cabrio. Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, eine Zusammenarbeit mit der insolventen Karmann GmbH könnte über Aufträge laufen, VW werde auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung übernehmen. Diese Darstellung wurde in Wolfsburg aber zurückgewiesen. Ein Sprecher des Karmann-Insolvenzverwalters Ottmar Hermann sagte, dass es erst noch Gespräche zwischen VW und dem insolventen Unternehmen darüber geben müsse, welche Aufträge Karmann für Volkswagen übernehmen könnte. "Es ist gut, wenn der Teufelskreis der Insolvenz durchbrochen wird und endlich ein namhafter Automobilhersteller unserer Firma neue Aufträge gibt", sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Gerhard Schrader. Das sei ein sehr gutes Zeichen. Die Leistungsfähigkeit der technischen Entwicklung bei Karmann sei den Herstellern zwar bekannt, bislang aber hätten die Autokonzerne wegen der Insolvenz keine neuen Aufträge vergeben, so Schrader. "Das wäre ein positives Signal. Dann könnten auch andere wiederkommen." Damit könnte es wieder eine Chance geben, aus der Insolvenz herauszukommen. "Das kann man nur machen, wenn man Aufträge hat, die längerfristig sind." Weitere Verhandlungen mit potenziellen Investoren VW will die insolventen Betriebsteile von Karmann nicht übernehmen, sondern eine eigene Tochtergesellschaft am Standort Osnabrück gründen (wir berichteten). Nur Immobilien und Maschinen gehen von den nicht insolventen Karmann-Eigentümern an den Wolfsburger Autokonzern über. Damit verhindert VW, Karmann-Beschäftigte automatisch mitübernehmen zu müssen. Wer bei VW in Osnabrück arbeiten will, muss sich neu bewerben. Aus Sicht von Branchenkennern ist eine Übernahme des insolventen Zulieferers auch gar nicht notwendig, denn VW kann Dienstleistungen - wie schon vor der Insolvenz - bei Karmann einkaufen. Schon das würde der insolventen Karmann GmbH enorm helfen. An dem Bereich Dachsysteme hat VW kein Interesse. Hermann verhandelt aber mit der Magna-Tochter CTS und dem spanische Zulieferer CIE als potenziellen Investoren. (dpa)
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(Foto: Clemens Bilan/ddp/AHO-Montage)
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