Samstag, 26.05.2012
21.04.2009
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Ressourcenschonung

VW geht unter die Stromerzeuger

VW legt am Firmensitz in Wolfsburg Wert auf Ressourcenschonung. Auf den Dächern des Stammwerkes ist am Dienstag die größte Solaranlage Norddeutschlands in Betrieb genommen worden. Die Photovoltaik-Anlage habe die Größe von sechs Fußballfeldern. "Mit der neuen Solar-Anlage am Standort Wolfsburg sparen wir über 1.600 Tonnen CO2 im Jahr ein", sagte Werkleiter Siegfried Fiebig. Insgesamt wurden 21.400 Solarmodule mit einer Fläche von 41.500 Quadratmetern verbaut, die Leistung beträgt rund 3,3 Megawatt. Mit dem gewonnenen Strom könnten jährlich rund 740 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden. Der Strom wird nicht direkt im Werk genutzt, er wird in das normale Stromnetz eingespeist. Errichtet wurde die Anlage in Zusammenarbeit mit der Freiburger S.A.G. Solarstrom AG und der WG-Projektmanagement errichtet. Die Vergütung für den Solarstrom teilen sich die Partner, hieß es. In der bosnischen Hauptstadt Sarajevo will VW unterdessen elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge bauen. Der Kleintransporter "EcoCarrier" solle vor allem auf Flughäfen und im kommunalen Bereich in Deutschland zum Einsatz kommen, sagte Jan Masak, Sprecher von Volkswagen-Sarajevo, der bosnischen Zeitung "Dnevni avaz" (Dienstag). Der Kleinlaster kann mit einer Batterieladung 80 Kilometer weit und höchstens 75 km/h schnell fahren. Einzelheiten über die Preise und den Umfang der Produktion sollen demnächst bekanntgegeben werden. An Volkswagen-Sarajevo sind die Wolfsburger mit 58 Prozent und die örtliche ASA-Holding mit 42 Prozent beteiligt. VW ist seit 1972 in Bosnien vertreten, das damals eine jugoslawische Teilrepublik war. Bis 1975 wurde dort der Käfer gebaut und danach diverse Golf-Modelle. Im Jahr produzierte VW dort etwa 200.000 Autos. Mit dem Kriegsbeginn 1992 wurde die Produktion eingestellt. Zwischen 1997 und 2008 wurde in der erneuerten Anlage der Skoda Fabia montiert. (dpa)

 
 
 
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