Samstag, 26.05.2012
02.02.2012
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Januar-Absatz

VW gelingt Kickstart in den USA

Volkswagen braust der Konkurrenz in den Vereinigten Staaten davon. Im Januar verkauften die Wolfsburger auf dem wichtigen Automarkt so viele Wagen wie seit 38 Jahren nicht mehr zu dieser Jahreszeit. Dagegen tat sich Branchenprimus General Motors schwer, die Kunden zum Kaufen zu bewegen. Der Absatz des Erzrivalen schrumpfte überraschend.

VW wurde 27.200 Autos seiner Stammmarke los, anderthalb mal so viel wie im Vorjahresmonat. "Unsere Wachstumsstrategie geht auf", sagte Nordamerika-Chef Jonathan Browning am Mittwoch. Der deutsche Konzern hatte seine neuen Modelle auf den Geschmack der US-Kundschaft abgestimmt. Dazu senkte VW die Basispreise und sorgte mit einfallsreicher Werbung für Aufsehen, wie etwa beim Super Bowl, dem Finale der American-Football-Profiliga und wichtigstem Sportereignis der USA.

Allerdings haben auch die meisten anderen Autobauer gut zu tun, wenngleich VW mit seinem Wachstumstempo hervorsticht. Die US-Amerikaner sind in Kauflaune, seit die heimische Wirtschaft anzieht und die Arbeitslosigkeit zurückgeht. So konnte Chrysler seine Verkäufe im Januar um 44 Prozent auf 101.149 Autos hochschrauben - der beste Wert seit 2008. Ford legte um sieben Prozent auf 136.710 Verkäufe zu.

Minus für GM - Plus für die deutschen Premiummarken

Eine Ausnahme war General Motors mit einem Rückgang um sechs Prozent. Dennoch übte sich US-Verkaufschef Don Johnson in Zuversicht: "Das Jahr ist stark gestartet." Mit knapp 168.000 Autos liegt der Opel-Mutterkonzern auf seinem Heimatmarkt tatsächlich meilenweit vor VW. Die Wolfsburger schließen allerdings zu den starken asiatischen Wettbewerbern auf.

Auch die deutschen Premiumhersteller konnten ihre Verkäufe teils deutlich steigern. Die VW-Tochter Audi legte um 20 Prozent auf 9.354 Fahrzeuge zu. Es ist damit der beste Januar in der Geschichte von Audi in den USA. Bei Mercedes-Benz legte der Absatz im Januar um 25,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 21.726 Autos zu. Allein die C-Klasse verbuchte einen Zuwachs von 56,4 Prozent auf gut 6.500 Wagen.

Porsche realisierte einen Zuwachs von sechs Prozent auf 2.550 Pkw. BMW fiel indes ab und schaffte nur ein Plus von drei Prozent (16,405 Einheiten). Die Münchener hoffen nun, dass die Mitte des Monats erscheinende neue 3er-Baureihe das Geschäft wieder antreibt. Da der Mini um über 21 Prozent auf 3.334 Verkäufe zulegte, stand für den Konzern ein Plus von knapp sechs Prozent zu Buche. (dpa)

 
 
 
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