Donnerstag, 09.02.2012
06.05.2008
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Neustart für stop+go

VW greift im freien Servicemarkt wieder an

Volkswagen geht mit der Neuausrichtung der Werkstattkette stop+go auf dem freien Servicemarkt in die Offensive. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Pilotphase mit sechs Standorten in Berlin sollen pro Jahr bundesweit mehr als 20 Filialen und Franchisebetriebe in Ballungszentren entstehen, sagte Peter Porbeck, Leiter Service im Volkswagen-Konzern, am Dienstag in Berlin. Ziel sei es, auf dem freien Servicemarkt Marktanteile zu gewinnen. Im Blick stehen nach den Worten von Porbeck besonders Kunden mit Gebrauchtwagen aller Marken, die acht Jahre oder älter sind. Angeboten werden sollen neben Reparaturen auch Zubehör, Reifen und Pflegeprodukte. Damit solle das Servicegeschäft der autorisierten Partnerwerkstätten "wirkungsvoll" ergänzt werden, die überwiegend Kunden mit jüngeren Autos der Konzernmarken hätten. Die neuen Filialen und Franchisebetriebe sollen nach Unternehmensangaben in Toplagen in großen Ballungsgebieten mit mehr als 100.000 Einwohnern entstehen. Voraussetzung für die Franchisenahme ist mindestens ein Händler- oder Servicevertrag mit einer der VW-Konzernmarken. Der Partner mietet das Objekt, das von der stop+go Systemzentrale nach eigenen Standards errichtet wurde, an und muss rund 270.000 Euro für die Werkstatteinrichtung bzw. 370.000 Euro für den Lagerbestand vorfinanzieren. Die Franchisegebühr beträgt ein Prozent vom Umsatz. Laut VW werden die stop+go-Betriebe zunächst ca. 10.000 Teile ständig vorrätig haben; künftig sollen es 15.000 sein. Zudem bestehe Zugriff auf die 480.000 gängigsten Teile im VW-Konzern. Die Belieferung mit Originalteilen erfolgt einmal pro Woche über die Volkswagen Original Teile Logistik GmbH (OTLG). Für die Fremdteile wurde eine Vereinbarung mit der Handelskooperation ATR getroffen. Integration der Alt-Betriebe geplant Die bereits 69 bestehenden Partner will VW in das neue stop+go-Netz integrieren. Ihnen sei ein neuer Vertrag vorgelegt worden. Da einige der Betriebe die neuen Vorgaben (u.a. Ballungszentrum, Toplage) nicht erfüllen, müsse in Einzelfällen über das weitere Vorgehen entschieden werden, hieß es in Berlin. Zu den Leistungen der stop+go Systemzentrale mit Sitz in Unna zählen neben der Standortentwicklung auch ein Qualitätsmanagement, die Belieferung von IT-Systemen, zentrale Werbung sowie die Koordination des Produktprogramms. Auch werden technische und kaufmännische Schulungen sowie betriebswirtschaftliche Gebühren durchgeführt. (rp/ts/dpa)

 
 

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