Nach der kürzlich bekannt gewordenen Neustrukturierung des VW-Netzes ist Händlerverbandsvorstand Michael Lamlé um Ruhe bei den verunsicherten Partnerbetrieben und Hausbanken bemüht. In einem Schreiben an die Verbandsmitglieder stellte er am Mittwoch klar, dass Medienberichte über Netzbereinigungen und flächendeckende Kündigungen offensichtlich jeder Grundlagen entbehrten. Unter Berufung auf ein Gespräch mit Werner Eichhorn, VW-Vertriebsleiter Deutschland, erklärte Lamlé, dass der Hersteller sowohl Sofortmaßnahmen als auch mittelfristige Lösungen zur Verbesserung der Handelssituation plane. So werde ab Januar kommenden Jahres das so genannte "Leistungssteigerungsprogramm" des Herstellers wirksam (siehe dazu auch "HB ohne Filter vom 10. Oktober 2008"). Zu den mittel- und langfristigen VW-Maßnahmen gehören eine "strukturelle Modifizierung und Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Handel (Geschäftsmodell), zu denen Volkswagen und Verband in einem intensiven Gedankenaustausch stehen", heißt es in dem Schreiben weiter, dass AUTOHAUS Online vorliegt. Zudem sei eine "kontinuierliche Anpassung des Netzes an die Veränderungen des Marktes und der Kundenerwartungen" notwendig. Anderslautende Meldungen hätte Eichhorn als rein spekulativ und frei jeglicher sachlichen Grundlage bezeichnet. Am Montag hatten mehrere Medien über eine Neustrukturierung des VW-Händlernetzes berichtet. Demnach will sich der Wolfsburger Autobauer mit Abfindungsprämien von kleineren Vertriebspartnern trennen und künftig nur mit Händlern zusammenarbeiten, die jährlich mindestens zwischen 1.000 und 1.200 Neuwagen verkaufen. Eine Konzernsprecherin hatte gegenüber AUTOHAUS Online entsprechende Meldungen bereits in weiten Teilen dementiert. (tk)
Neue Netzstruktur: VW-Händlerverband beruhigt Partner
Nach Meldungen über eine Neustrukturierung des VW-Netzes bemüht sich Händlerverbandspräsident Michael Lamlé um Ruhe bei den verunsicherten Betrieben. In einem Schreiben an die Partner nimmt er Stellung zu den Berichten über Abfindungszahlungen.