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Klares Ziel: VW-Chef Martin Winterkorn will Toyota spätestens ab 2018 nur noch im Rückspiegel sehen.
Performance-Studie
VW ist Toyota auf den Fersen
Volkswagen lässt seinen Worten Taten folgen. Der Wolfsburger Autobauer hat im vergangenen Jahr in puncto Umsatzrendite, Absatz und Innovation gegenüber Branchenprimus Toyota deutlich aufgeholt. Das ist ein zentrales Ergebnis des Branchenvergleichs "AutomotivePerformance 2007/2008", den das Center of Automotive (CoA) in Bergisch Gladbach jährlich erhebt. "Der Volkswagen-Konzern hat mit seiner 'Mutter Porsche' derzeit die besten Voraussetzungen, um langfristig mit der Performance des japanischen Konzerns auf Augenhöhe zu kommen", schreibt CoA-Leiter Stefan Bratzel in seiner Analyse. Laut Untersuchung erzielte VW 2007 branchenweit den höchsten Verkaufszuwachs. Das Unternehmen lieferte rund 460.000 Fahrzeuge mehr aus als vor einem Jahr. Positiv auf die Gesamtleistung wirke sich auch die Steigerung der Innovationsaktivitäten in 2007 aus (wir berichteten). Nachholbedarf sieht Bratzel im Feld "Financial Performance": Hier bewege sich Volkswagen noch im oberen Mittelfeld – aber "mit starker Tendenz in die Klasse der High Performer". Verbesserungswürdig sei die Arbeitproduktivität. Diesbezüglich weise der Konzern nur den drittniedrigsten Wert unter allen Herstellern auf. Ähnlich stark wie VW präsentiert sich die noch neue Daimler AG. Ihre Leistungskraft habe sich nach der Trennung von Chrysler "erheblich" verbessert. Dies mache nicht zuletzt der Aufstieg der Schwaben in die "High Performer"-Klasse bei der Rentabilität deutlich. Negativ bewertet das CoA den starken Rückgang der Marktkapitalisierung von rund 70 (Ende 2007) auf aktuell 37 Milliarden Euro. Ohne plausible Wachstumsstrategie werde Daimler damit zu einem Übernahmekandidaten, zumal im Unterschied zu Volkswagen der Schutz eines strategischen Investors fehle, so Bratzel. Zu den Absteigern im diesjährigen Performance-Ranking zählt u.a. BMW. Zwar verdient der weißblaue Autobauer mit 2.300 Euro pro Fahrzeug nach Daimler am zweit meisten pro Pkw, aber die Umsatzrendite stagniert trotz beträchtlicher Absatzzuwächse seit drei Jahren. Auch in Sachen Innovationsstärke haben die Münchner dem Erzrivalen aus Stuttgart inzwischen den Vortritt lassen müssen. Große ganz klein In eine Existenz bedrohende Schieflage sind die US-Hersteller General Motors (GM) und Ford geraten. Schuld daran seien strategische Fehlentscheidungen der Vergangenheit wie u.a. die einseitige Produktpolitik sowie die hohe Abhängigkeit vom Heimatmarkt. Trotz eingeleiteter Sanierungsmaßnahmen träfen sie deshalb der aktuelle US-Absatzeinbruch und die explodierenden Kraftstoffpreise doppelt, so Bratzel. Der Analyse zufolge bilden GM, Ford und Chrysler mit ihren tiefroten Jahresbilanzen die Hoch-Risiko-Gruppe in Sachen Profitabilität. Insbesondere der Börsenwert von GM sei seit Beginn des Jahres um über 60 Prozent gefallen. Zum Vergleich: Der Toyota-Konzern ist rund 25-mal mehr wert als der (noch) weltgrößte Autobauer. Ford habe mittlerweile selbst beim Absatz das Nachsehen. Die ehemalige Nummer zwei in den USA verkaufe im Vergleich zu 2000 rund 870.000 Autos weniger pro Jahr. (rp) Weitere Details sind unten in der Downloadbox abrufbar. Die Einzelergebnisse der Studie für die Performance-Felder "Financial", "Market" und "Innovation" lesen Sie auf den folgenden Seiten.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kernergebnisse im Bereich "Financial Performance"
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(Foto: Nigel Treblin/ddp)
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