Samstag, 26.05.2012
26.04.2010
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"Unerwartetes Wachstum"

VW legt bei China-Investitionen nach

Volkswagen stockt die Investitionen im Boom-Markt China kräftig auf und baut seine Kapazitäten aus. Bis 2012 gibt der Konzern zusätzlich 1,6 Milliarden Euro aus. Dafür sollen u.a. zwei neue Werke gebaut werden. Insgesamt liegt das Investitionsvolumen von VW in China nun bei sechs Milliarden Euro. Konzernchef Martin Winterkorn sagte am Montag auf der Pekinger Automesse, das Wachstum des chinesischen Marktes übertreffe alle Erwartungen. "Mit den zusätzlichen Investitionen stellen wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Volkswagen-Konzerns in China."

VW hat angesichts des rasant wachsenden Automarkts Kapazitätsprobleme. Die neuen Standorte sollen mit den chinesischen Partnern ausgesucht werden, wie ein Sprecher sagte. Außerdem sollen die Einführung neuer Modelle und die Entwicklung neuer Antriebstechnologien wie etwa Elektroautos vorangetrieben sowie das Händlernetz ausgebaut werden. VW wolle seine führende Stellung in China behaupten.

Langfristiges Ziel von VW sei es, den Absatz in China auf zwei Millionen Fahrzeuge zu verdoppeln, sagte der Landes-Chef Winfried Vahland. Im laufenden Jahr bringe der Konzern sieben neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt. Im ersten Quartal dieses Jahres legte der Absatz der Wolfsburger in China um 61 Prozent auf 457.000 Autos zu.

Marktführerschaft auch im E-Bereich angestrebt

Der Konzern erklärte im Rahmen der Auto China 2010 (bis 2. Mai) zudem, auf dem Boom-Markt auch bei Elektroautos Marktführer werden zu wollen. Die Produktion von Elektroautos in China solle 2013/2014 anlaufen. Winterkorn sagte, China sei der weltweit wichtigste Markt für den VW-Konzern. Der Erfolg der Elektromobilität in China sei ausschlaggebend für die globale Umsetzung der Elektromobilitätsstrategie. In der Volksrepublik wird die E-Mobilität staatlich massiv gefördert. Bis 2015 sollen bereits fünf Prozent der Fahrzeuge dort mit Elektroantrieb fahren.

VW zeigt in Peking die Weltpremiere eine Elektrovariante des China-Modells "Lavida"(siehe Bildergalerie unten). Auf der Expo in Shanghai werde dann der E-Golf vorgestellt. VW will auch eine Flotte von Testfahrzeugen durch China schicken.

2013 wird nach Ansicht von Winterkorn das "Schlüsseljahr" für Elektroautos. VW will dann E-Versionen der Modelle Golf und Jetta sowie des neuen Kleinstwagen Up auf den Markt bringen. Als Schlüssel für den Erfolg gilt die Entwicklung leistungsstarker und zugleich preiswerter Lithium-Ionen-Batterien. Volkswagen arbeitet dabei mit mehreren Partnern zusammen – u.a. den japanischen Elektronikkonzernen Toshiba und Sanyo sowie dem chinesischen Autobauer BYD.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Betriebsrat plädiert für eigene Batteriefabrik

 

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