Volkswagen hat sich mit seinen Zulieferern auf Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe geeinigt. Dies sei bei einer Klausurtagung mit 38 Lieferanten beschlossen worden, teilte Europas größter Autobauer am Montag mit. Wie hoch die Summe im Detail ist, wurde nicht bekannt gegeben. VW will nach früheren Planungen im kommenden Jahr allein bei den Materialkosten eine Mrd. Euro sparen. Weitere Klausurtagungen sollen folgen. VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard sagte: "Nur durch innovative Ideen und dem Engagement jedes Einzelnen werden wir auch in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen unter Beweis stellen." Dass dies möglich sei, hätten die Beratungen mit den Lieferanten gezeigt, sagte Bernhard und hob deren "konstruktive Anregungen" hervor. Die Ergebnisse der Tagung würden auch einfließen, wenn es demnächst um neue Fahrzeug-Projekte gehe, sagte der im Konzern für Beschaffung zuständige Vorstand Francisco Javier Garcia Sanz. Er kündigte an, die erfolgreichen Lieferanten würden zu "Premium-Partnern", die künftig verstärkt berücksichtigt werden sollen. Erste strategische Gespräche hätten bereits stattgefunden. In China will Volkswagen durch eine verstärkte Zusammenarbeit seiner beiden Gemeinschaftsunternehmen die Kosten drücken. Dazu gehöre der zentralisierte Einkauf, teilte die Volkswagen Group China in Shanghai mit. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. VW ist Marktführer in China. Der Marktanteil ist aber wegen des gestiegenen Wettbewerbs spürbar gesunken. (dpa/pg)
VW nimmt Lieferanten an die Kandare
Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe vereinbart