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Martin Winterkorn hat mit VW/Porsche Großes vor.
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VW/Porsche eröffnet Jagd auf Toyota
Das neue Autoimperium aus Volkswagen und Porsche strebt nach dem Ende der monatelangen Übernahmeschlacht mit Macht an die Weltspitze in der Automobilindustrie. Der Konzern habe das Zeug dazu, die Nummer Eins zu werden, sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Freitag in Wolfsburg. Nach einem erbitterten Machtkampf hatten VW und Porsche den Weg für einen integrierten Autokonzern frei gemacht und wollen nun nach vorne schauen. Porsche soll zehnte Marke des VW-Konzerns werden, aber eigenständig bleiben. Um den Einstieg bei Porsche zu finanzieren, plant VW eine Kapitalerhöhung von rund vier Milliarden Euro. Die am Donnerstag von den Aufsichtsräten gebilligte Grundlagenvereinbarung zwischen VW und Porsche sieht vor, dass die beiden Autobauer im Laufe des Jahres 2011 miteinander verschmelzen. Die Führung liegt bei VW. Winterkorn sagte, der integrierte Konzern habe eine beispiellose Modellpalette, globale Präsenz und höchste Technologiekompetenz. Mit dem kleinen, aber ertragsstarken Sportwagenbauer will VW bei der Jagd auf den weltgrößten Autobauer Toyota Gas geben. Die Familien Piëch und Porsche blieben größter VW-Aktionär, sagte Winterkorn. Ihre Beteiligung am späteren Gesamtkonzern werde aber auf 35 bis 40 Prozent sinken, sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Bislang hält die Porsche Holding SE, die von den Familien kontrolliert wird, knapp 51 Prozent. Einigung über Katar-Einstieg bei VW und Porsche Perfekt ist auch der Einstieg des Scheichtums Katar bei VW und Porsche. Die Beteiligungsgesellschaft Qatar Holding soll zehn Prozent der Stammaktien der Holding-Gesellschaft Porsche SE aus dem Besitz der Familiengesellschafter erwerben, teilte die Porsche Holding am Freitag in Stuttgart mit. Die Familien Porsche und Piëch, die bisher ausschließlich die Stammaktien der Porsche SE gehalten haben, hätten sich mit dem Emirat darauf verständigt.Wolfgang Porsche erklärte: "Das fällt mir nicht schwer, der Familie fällt es nicht schwer." Es sei eine "gute Entscheidung". Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass Katar den Großteil der Optionen auf Volkswagen-Aktien übernimmt, die Porsche zuletzt so große Schwierigkeiten bereiteten. Mit dieser Transaktion werde die Porsche Holding SE über liquide Mittel von über einer Milliarde Euro erhalten. Das Emirat Katar wird durch die Übernahme der VW-Optionen, die derzeit noch von der Porsche Holding SE gehalten werden, der dritte VW-Großaktionär neben dem Land Niedersachsen. Außerdem erhält Porsche von Katar einen Kredit über bis zu 265 Millionen Euro als Teil eines von 16 Banken bereitgestellten Konsortialkredits. Ursprünglich hatte sich Porsche bei Katar um einen Kredit über 750 Millionen Euro bemüht.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: VW steigt mit 42 Prozent beim Porsche-Autogeschäft ein
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(Foto: Nigel Treblin/ddp)
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