Die Verhandlungen zwischen Volkswagen und IG Metall über die Sanierung der ertragsschwachen Traditionsmarke VW sind in eine entscheidende Phase getreten. Bei den Tarifgesprächen am Mittwoch in Langenhagen bei Hannover zeichneten sich Fortschritte ab. "Wir sind Schritte vorangekommen. Es gibt positive Signale", hieß es in Verhandlungskreisen. Es sei aber noch ein weiter Weg. Die Verhandlungen dauerten am Nachmittag an. Sie könnten am Abend unterbrochen und am Donnerstag fortgesetzt werden. Am Morgen noch hatten die Tarifgespräche kurz vor dem Scheitern gestanden. Sie wurden dann aber doch in dritter Runde aufgenommen, weil VW präzisere Zusagen über Produkte und Investitionen in den sechs westdeutschen Werken in Aussicht stellte. Die IG Metall hatte angekündigt, die Tarifgespräche ohne verbindliche Zusagen von VW abzubrechen. Als Knackpunkte bei den Verhandlungen gelten die IG Metall-Forderung, ein zusätzliches volumenstarkes Modell ins Stammwerk Wolfsburg zu holen, die Zukunft der Gießerei in Hannover sowie die neue Golf-Generation in Wolfsburg. VW-Markenchef Wolfgang Bernhard hatte mit der Verlagerung der Golf-Produktion ins Ausland gedroht, sollten sich die Wettbewerbsbedingungen im Stammwerk nicht ändern. IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sagte vor Beginn der Gespräche am Mittwoch, es stehe "Spitz auf Knopf". Er sagte: "Wir werden nicht akzeptieren, dass bestimmte Kräfte im Vorstand die Gespräche nutzen, um von eigenen Fehlern abzulenken." VW-Verhandlungsführer Klaus Dierkes kündigte an, Volkswagen werde Zusagen machen. Die Gespräche seien aber in einer "schwierigen Phase". (dpa)
VW-Sanierungsgespräche treten in entscheidende Phase
Verhandlungsteilnehmer konstatieren "positive Signale"