Samstag, 26.05.2012
29.06.2009
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Wirtschaftskrieg

VW setzt Porsche unter Druck

Volkswagen hat im dramatischen Machtkampf mit Großaktionär Porsche den Druck auf den hoch verschuldeten Sportwagenbauer massiv erhöht. Dabei geht es darum, ob Porsche ein "Rettungsangebot" von VW annimmt. "Es wurden uns Fristen bis Ende Juni gesetzt", sagte ein Porsche-Sprecher am Sonntag in Stuttgart. Ein VW-Sprecher sagte dagegen, es gebe "keinerlei Ultimaten". Auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte: "Es gibt kein Ultimatum, sondern ein intensives gutes Zusammenarbeiten an der Zukunft von Porsche und VW." Zuvor hatte es in Konzernkreisen geheißen, es müsse in dieser Woche eine Entscheidung der Schwaben geben, ob sie ihren Weg künftig mit oder ohne Europas größten Autobauer gehen wollten. Danach sei die Tür zu, ein "Rettungsangebot" von VW sei dann hinfällig. Der Sportwagenbauer hatte dies empört zurückgewiesen. "Erpressen lassen wir uns nicht", teilte Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche mit. "Ultimaten gehören nicht in das 21. Jahrhundert." Dem Vernehmen nach sollte es am Wochenende auch ein Krisentreffen der Familien Porsche und Piëch in Salzburg geben. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte über ein Ultimatum berichtet. Sollte Porsche bis Montag nicht auf das VW-Rettungsangebot eingehen, könnte auch das Emirat Katar, mit dem Porsche seit längerem verhandelt, die Sportwagenschmiede nicht mehr retten. Die Stuttgarter haben bei der geplanten VW-Übernahme einen riesigen Schuldenberg angehäuft und sind auf der fieberhaften Suche nach einem Ausweg aus der Misere. Kompromissvorschlag soll Übernahmepoker beenden VW schlägt dem "Spiegel"-Bericht zufolge den Familien Porsche und Piëch vor, dass der Wolfsburger Konzern der Porsche Holding für drei bis vier Milliarden Euro einen 49-Prozent-Anteil an der Porsche AG abkauft. In einem nächsten Schritt würde das Emirat Katar VW-Aktienoptionen übernehmen, die von der Porsche Holding gehalten werden. Zum Schluss müssten die Unternehmen Porsche und VW fusionieren. Auch der "Focus" berichtete, die VW-Spitze wolle durch den Kompromissvorschlag den Übernahmepoker mit Porsche beenden.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Hohe Hürden – Wiedeking will bis 2012 im Chefsessel bleiben

 
 
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