Donnerstag, 09.02.2012
31.10.2008
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Hilfe für den Handel

VW und Mercedes drehen Geldhahn auf
von Frank Selzle und Ralf Padrtka

VW und Mercedes-Benz haben angesichts der Krise auf dem Automarkt millionenschwere Unterstützungsprogramme für ihre angeschlagenen Handelsorganisationen aufgelegt. Die Händlerverbände der beiden Hersteller zeigten sich gegenüber AUTOHAUS Online erleichtert und werteten die Maßnahmen als "Schritt in die richtige Richtung". Die Hilfspakete scheinen bitter nötig: Bis Ende September lag die Gesamtrendite der Branche bei rund 0,2 Prozent. Laut Deutschem Kfz-Gewerbe schreiben aktuell sechs von zehn Autohändlern rote Zahlen. Aus Sicht des Beiratssprechers Volkswagen Pkw, Claus Lohse, benötigen die Händler in ihrer "äußerst angespannten Finanzlage" vor allem Liquiditätsunterstützung. Der Wolfsburger Autobauer gewährt im Rahmen seines so genannten "Leistungssteigerungspakets" den Vertriebspartnern beispielsweise ab sofort für sämtliche Lagerwagen 90 Tage Valuta – bis dato wurde abgebucht, wenn der Neuwagen das Werkstor durchfuhr. Schätzungen zufolge steht für die VW-Gesamtorganisation dahinter ein Gesamtaufwand von mindestens 200 Millionen Euro. Die weiteren Eckpunkte des VW-Förderprogramms: Je nach Händlergröße müssen unterschiedliche Mengen an Vorführwagen vorgehalten werden. Kleinere Händler im Schnitt pro Jahr zehn (2 x 5), größere Händler 20 (2 x 10). Pro Vorführwagen bezahlt Volkswagen acht Prozent zusätzliche Marge. Das macht dann 15 Prozent Grundmarge, acht Prozent VFW-Bonus und drei Prozent CI-Marge aus. Diese Zusatzmarge ist an Halteverpflichtungen gebunden.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Mercedes-Partner mit "Push Bonus"

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

03. November 2008 09:36
Autohaus Süddeutschland meint:
Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Leser,

Aus Sicht der VW-Händler sind bei weitem mehr Leistungen zu erbringen um an das "große Geld" zu kommen, als in Ihrem Artikel wiedergegeben. Ob auf Seiten der Händler oder des Herstellers der Nutzen der Aktion zu finden ist möchte jeder selber entscheiden.

Vielleicht wäre es förderlich hierbei beide Seiten zu recherieren.

mfg
Aus Süddeutschland


01. November 2008 17:26
Harald Gayk meint:
Ich gebe Ihnen recht, diese Programme sind ein Schritt in die richtige Richtung - keine Frage!
Aber man sollte schon genauer hinschauen: das VW LeistungsSTEIGERUNGSprogramm gilt nur, wenn gewisse Grundlagen verbindlich eingehalten werden. Wie z.B. eine kontinuierliche Zielerfüllung von mindestens 90% des vereinbarten Jahresziels - schon hier werden viele Händler scheitern. Und weiter: es gibt keineswegs für jeden Vorführwagen eine Zusatzmarge, sondern nur für die vereinbarte Menge ÜBER der in den Standards geregelten Vfwg.-Anzahl. Wie der Name sagt:"Leistungssteigerung" ist die Zielrichtung.

Ein gutes und begrüßenswertes Programm - für alle, die es sich noch leisten können!


01. November 2008 12:59
Hubertus P. Mayerhofer meint:
Die Autohäuser wurden -trotz geringer Marge- von den Herstellern gezwungen ihre Verkaufsräume in Paläste umzuwandeln. Verkauft wurde dadurch bestimmt kein zusätzliches Auto mehr, aber dieses Geld fehlt nun den Händlern an Ihrer Eigenkapitalquote. Besser wäre es gewesen, durch sinnvolle Maßnahmen die Fachändler zu unterstützen, und graue Vertriebswege herstellerseitig zu unterbinden. Die eingeleiteten Maßnahmen können nur ein Schritt in die richtige Richtung sein.

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