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VW weiter auf der Überholspur
Volkswagen hat auch im ersten Halbjahr ein kräftiges Absatzplus eingefahren. In den ersten sechs Monaten seien mehr als 3,5 Millionen Autos verkauft worden, das entspreche einem Plus von voraussichtlich 15 Prozent, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Dienstagabend in Rottach-Egern am Rande einer Fahrzeug-Präsentation. "Das erste Halbjahr ist für den VW-Konzern ausgesprochen positiv verlaufen." Bei der Marke VW habe man die Absatzmarke von zwei Millionen zwischen Januar und Juni deutlich überschritten. "Unsere Erwartungen sind entsprechend zuversichtlich."
Im Gesamtjahr werde sich VW klar besser schlagen als der Gesamtmarkt, sagte Winterkorn. "Dennoch behalten wir einen kühlen Kopf. Das zweite Halbjahr ist kein Selbstläufer." Vor allem in Deutschland dürfte das Geschäft härter werden. Dagegen machten die Märkte China, Brasilien und Indien dem Unternehmen Freude.
Erst Mitte Juni hatte der Autohersteller seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Absatz und das operative Ergebnis dürften die Vorjahreswerte deutlich übertreffen, erklärte das Unternehmen. 2009 hatte VW 6,3 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und ein operatives Ergebnis von 1,9 Milliarden Euro erzielt.
"Porsche muss Porsche bleiben"
Bei der Integration der Tochter Porsche will Winterkorn die Eigenständigkeit der Marke nicht antasten. "Porsche muss Porsche bleiben", sagte der Konzernchef. Auch bei neuen Baureihen werde man darauf achten, dass die Marke nicht verwässert werde. Mit Blick auf die am Mittag bekanntgegebene Personalrochade zwischen VW und Porsche trat Winterkorn Spekulationen entgegen, man sei mit Michael Macht an der Spitze des Sportwagenbauers nicht zufrieden gewesen.
Machts Vorgänger Jochem Heizmann wird ab Oktober das neue Ressort Nutzfahrzeuge leiten und damit die Ausbaupläne der Wolfsburger vorantreiben (wir berichteten). Dabei gehe es speziell um die Zusammenarbeit zwischen den Lastwagenherstellern MAN und Scania, sagte Winterkorn. "Das kann nicht alles Herr Winterkorn machen." Für die Kooperation habe man einen Zeitplan, der "sehr konkrete Schritte" vorsehe. Details könne er dazu aber nicht nennen. (dpa)
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(Foto: Nigel Treblin/ddp)
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