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Im Mai konnte Volkswagen seinen Marktanteil in China auf 17,5 Prozent ausbauen. In keinem Land der Erde verkauft der Konzern mehr Autos.
Ziel
VW will in China bald zwei Millionen Autos verkaufen
Der Volkswagen-Konzern rechnet in China schon "in ein bis zwei Jahren" mit einem Absatz von zwei Millionen Autos im Jahr. Das ursprünglich für 2018 vorgegebene Ziel dürfte nach den Worten des China-Chefs von Volkswagen, Winfried Vahland, bereits "in naher Zukunft" und damit deutlich früher als erwartet erreicht werden. Auf seinem weltweit wichtigsten Markt wird Volkswagen in diesem Jahr mindestens ähnlich oder schneller als der gesamte Markt wachsen, sagte Vahland am Dienstag vor Journalisten in Peking. Er rechne mit einem "guten zweistelligen Wachstum" von mehr als 20 Prozent. 2009 verkaufte Volkswagen in China 1,4 Millionen Autos.
Im Mai habe Volkswagen seinen Marktanteil auf 17,5 Prozent ausbauen können. In keinem Land der Erde verkauft der Konzern mehr Autos. Auch die VW-Tochter Audi will in diesem Jahr in China "deutlich mehr als 200.000 Autos" absetzen, wie der örtliche Vertriebschef Johannes Thammer in Shanghai berichtete. Im Vorjahr waren es 157.000 Stück. Seit dem ersten Quartal, in dem 50.840 Fahrzeuge verkauft wurden, ist China erstmalig auch für die Ingolstädter der größte Markt. Thammer sagte, Audi wolle sein Netz von 160 Händlern in China innerhalb von drei Jahren verdoppeln.
"Wir legen beim Marktanteil zu", sagte VW-China-Chef Vahland. "Das macht mich zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, schneller als der Markt zu wachsen." In den ersten vier Monaten des Jahres hat Volkswagen seinen Absatz im Reich der Mitte auch dank des staatlichen Konjunkturprogramms um 53 Prozent auf 620.500 Autos steigern können. Doch basiert der starke Anstieg auf krisenbedingten schlechten Vorjahreszahlen. Bis Jahresende wird eine Korrektur erwartet. Ein Wachstum von 50 Prozent sei auch "nicht gesund", sagte Vahland.
Um mehr als zwei Millionen Autos in China produzieren zu können, baut Volkswagen seine Kapazitäten dort mit vier neuen Werken aus. Dazu gehören der Vollausbau der Anlagen im südwestchinesischen Chengdu und im ostchinesischen Nanjing. Der Vertrag für das dritte Werk mit dem Joint Venture-Partner First Automotive Works (FAW), das in der Boom-Provinz Guangdong in Südchina gebaut werden soll, wird am Mittwoch unterschrieben. Mit dem anderen Partner Shanghai Automotive (SAIC) wird das vierte Werk geplant. "Wir sind in naher Zukunft bei zwei Millionen Fahrzeugen", sagte Vahland über die Kapazitäten.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Mehr Investitionen, mehr Mitarbeiter
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(Foto: VW/AHO-Montage)
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