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Autoindustrie
Wachstum durch innovativen Leichtbau
Innovative Karosseriewerkstoffe beim Fahrzeugbau bergen langfristig ein hohes Wachstumspotenzial. Wie die anp Management Consulting GmbH auf Basis einer aktuellen Marktstudie mitteilte, könnten vor allem die Zulieferer durch die fragmentierte Anbieterstruktur auf Seiten der Bauteile und Rohstoffe über intelligente Produkt- und Verfahrensentwicklungen ihren Marktanteil nachhaltig erhöhen. Vor dem Hintergrund der CO2-Diskussion und der steten Gewichtszunahme neuer Fahrzeuggenerationen legen die Hersteller laut Untersuchung insbesondere Wert auf ein niedriges Gewicht der Komponenten. Weiterer Auswahlkriterien seien Recyclingfähigkeit, Fußgängerschutz, Lackierfähigkeit, Sicherheit sowie kostengünstige Produktion. Den Experten zufolge sind die derzeit am häufigsten verwendeten Faserverbundstoffe im Karosseriebereich PA, PC, PP, ABS, PBT, ASA, PET, PUR sowie PC-, PA- und PPE-Blends. In der Großserie sei es den OEM bis auf wenige Ausnahmen aber noch nicht gelungen, den Einsatz von Composites und die damit verbundene Prozesskette wirtschaftlich zu gestalten. Insbesondere bei Stückzahlen von 30.000 bis 50.000 Fahrzeugen jährlich seien neue effiziente Lösungen erforderlich. Eine klare Strategie der Autobauer im Bereich der Karosseriewerkstoffe sei noch nicht erkennbar, bilanzieren die Berater. Ungewiss sei auch, inwieweit sich weiterentwickelte Pulververbundwerkstoffe, neue Folientechnologien, kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe und Naturfasern durchsetzen könnten. Allerdings böten die Ausweitung der Modellvarianten sowie die Modularisierung der Bauteile den Zulieferern künftig Chancen, erfolgreich alternative Produktionsverfahren und Composite-Anwendungen zu etablieren. (rp)
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