Samstag, 26.05.2012
21.05.2009
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Bieterkampf um Opel

Weitere Krisenberatungen in Berlin

Nach der Vorlage der Übernahmekonzepte potenzieller Investoren berät die Bundesregierung unter Hochdruck weiter über die Rettung von Opel. Die zuständigen Bundesminister sowie die Ministerpräsidenten der vier Opel-Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen treffen sich dazu an diesem Freitag im Bundeskanzleramt. Angebote hatten der italienische Autobauer Fiat, der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna und der amerikanische Finanzinvestor Ripplewood vorgelegt (wir berichteten). Unterdessen berichtet die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg, dass auch ein chinesischer Hersteller bei der Opel-Mutter General Motors am Donnerstag schriftlich sein Interesse signalisiert habe. Um Stellenstreichungen wird Opel nach Informationen der "Bild"-Zeitung bei keinem der drei Konzepte herumkommen. Fiat will der Zeitung zufolge im Falle eines Einstiegs europaweit insgesamt 18.000 Stellen streichen, auch in Fiat-Werken. Magna plane den Abbau von rund 10.000 Stellen. Auch das Ripplewood-Konzept sehe Stellenstreichungen in der Größenordnung vor. Opel beschäftigt in vier deutschen Werken rund 25.000 Menschen. Laut "Spiegel Online" will Fiat-Chef Sergio Marchionne im Falle einer Übernahme in allen vier deutschen Opel-Werken Stellen streichen, die Standorte aber erhalten. Die Turiner könnten nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" dann die eigene Marke Lancia vom Markt nehmen. Mittelfristig sollte demnach auch das Werk der Opel-Schwester Vauxhall im britischen Luton geschlossen werden. Nach "Bild"-Informationen verlangt Magna Bürgschaften von rund fünf Milliarden Euro, Ripplewood taxiere den abzudeckenden Kreditbedarf auf unter fünf Milliarden Euro; die höchsten Staatsgarantien verlange Fiat mit rund sieben Milliarden Euro. Nach Informationen von "Spiegel Online" favorisiert die GM-Spitze in Detroit den kanadisch-österreichischen Magna-Konzern, während Fiat demnach nur auf Platz drei liegt.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: China-Offerte mit Verspätung – Angebot von Beschäftigten und Händlern als Notlösung

 
 
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