Samstag, 26.05.2012
27.02.2009
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Daimler-Gewinneinbruch

Weniger Jobs, weniger Geld

Der Gewinneinbruch bei Daimler hat direkte Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten und die Jahresverdienste der Vorstände. Wie es in dem am Freitag veröffentlichen Geschäftsbericht des Autobauers heißt, geht das Unternehmen wegen der Drosselung der Produktion als Reaktion auf die massive Absatzkrise davon aus, "dass die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Stand zum Jahresende 2008 abnehmen wird". Wie viel weniger Beschäftigte dann für Daimler arbeiten werden, wollte eine Sprecherin nicht sagen. "Es gibt kein aktives Programm zur Reduzierung der Mitarbeiterzahl", sagte sie. "Wir werden aber die natürliche Fluktuation nutzen." Konzernchef Dieter Zetsche und seine Vorstandskollegen mussten im vergangenen Jahr auch kräftige Einbußen bei den Bezügen hinnehmen. Für 2008 halbierte sich die Vergütung Zetsches auf gut fünf Millionen Euro, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. 2007 hatte der Betrag noch bei 10,2 Millionen Euro gelegen. Auch die übrigen Spitzenmanager müssen Abstriche machen: Insgesamt bekam der sechsköpfige Vorstand des Stuttgarter Premiumherstellers mit 16,6 Millionen Euro 2008 nur noch etwa halb so viel wie im Jahr zuvor (30,2 Millionen Euro). Grund für die deutlich geschrumpften Verdienste 2008 sind drastische Einschnitte beim Jahresbonus. Dieser schmolz auf 1,5 Millionen Euro, nachdem 2007 noch die höchstmögliche Summe von knapp 14,8 Millionen Euro ausgeschüttet worden war. Das größte Stück vom Kuchen bekam zwar auch 2008 Zetsche mit 494 000 Euro. Ein Jahr zuvor hatte er allerdings mit 5,4 Millionen Euro fast elfmal so viel bekommen. Die Bezahlung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus einer Grundvergütung, Sachbezügen, einem variablen Jahresbonus und einem Aktienoptionsplan zusammen. Niedrigere Erfolgsbeteiligung Den Gewinneinbruch bei Daimler bekommen aber nicht nur die Spitzenmanager zu spüren, sondern auch die anderen Mitarbeiter. Bereits Mitte Februar hatte Zetsche angekündigt, dass ihr Jahresbonus ebenfalls nur halb so hoch ausfallen soll wie die Rekordzahlung von 2007. Die Erfolgsbeteiligung für 2008 liegt bei nunmehr 1.900 Euro nach 3.750 Euro für 2007. In den Genuss der Zahlung kommen 118.000 Mitarbeiter der Daimler AG. Außerdem trifft es die Aktionäre: Die Dividende soll nach 2,00 Euro im Vorjahr nur noch 0,60 Euro je Aktie betragen. Die Vergütung für den Aufsichtsrat legte dagegen auf 2,8 Millionen Euro zu (2007: 2,1 Millionen Euro). Insgesamt zählte das Unternehmen im vergangenen Jahr 273.216 Beschäftigte (2007: 272.382). Davon arbeiteten 167.753 (166.679) in Deutschland.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ergebnisanstieg erst 2010 erwartet – Mehr Geld für Forschung und Entwicklung

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

28. Februar 2009 13:37
Alexander Köhler meint:
Ich möchte den Manager sehen, der 8h am Tag und 5 Tage die Woche arbeitet. Der Vergleich hinkt doch sehr. Zumal geht es hier auch um Verantwortung, dem Hersteller und den Mitarbeitern gegenüber.

Natürlich nehmen das einige nicht sehr ernst, zahlen sich aber trotzdem fette Gehälter. Das dann da was nicht stimmt ist klar und finde ich auch in keinster Weise in Ordnung.

"Einheitsbesoldung" ist hoffentlich nur ein Scherz!


27. Februar 2009 14:00
andreas adam-scharf meint:
na hoffentlich hat hier kein "normalo " zugang zu diesem bericht.
es ist einfach idiotisch solche zahlen zu veröffentlichen bzw auch zu zahlen.

was leisten diese herren mehr als ein normaler büroangestellte / bandarbeiter, der seine aufgaben auch zur vollsten zufreidenheit ausführt, ebenfalls einen arbeitstag mit ca 8 stunden erledigt.

5000000 euo im jahr = ca 12 x 3000 = 36000 im jahr

hoffentlich fallen diese herren mal wieder ein normales niveau zurück. einheitsbesoldung wäre ein richtiger schritt.

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