Donnerstag, 09.02.2012
22.07.2009
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Porsche-Kreise

Wiedeking-Abschied nicht ausgeschlossen

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking könnte unmittelbar vor dem Aus stehen. Ein Abschied Wiedekings noch vor den entscheidenden Aufsichtsratssitzungen an diesem Donnerstag in Stuttgart sei nicht ausgeschlossen, verlautete am Mittwoch aus Konzernkreisen. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, die Eigentümerfamilie Porsche sei sich mit Wiedeking weitgehend über seinen Rückzug einig. Man wolle eine längere Hängepartie vermeiden. Porsche dementierte die Gerüchte über ein Aus seines Vorstandchefs noch vor der Aufsichtsratssitzung umgehend. Wiedeking werde sein Konzept bei der Sitzung des Kontrollgremiums in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender vorstellen, sagte ein Porsche-Sprecher am Mittwoch in Stuttgart. Auf der Tagesordnung stehe der Einstieg von Katar sowie eine Kapitalerhöhung mit Hilfe der Eigentümerfamilien. Auch in dem Zeitungsbericht wurde eingeschränkt, dass im Umfeld des Porsche-Managements der Darstellung widersprochen werde. Wiedeking wolle weiter um seinen Job kämpfen, hieß es. An diesem Donnerstag kommen die Aufsichtsräte von Porsche und VW zu getrennten Sitzungen zusammen, um wichtige Weichen für die Zukunft der beiden Autobauer zu stellen. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch haben sich dem Vernehmen nach darauf geeinigt, dass VW Porsche kaufen und als zehnte Marke in den Konzern eingliedern soll. Wiedeking, der Porsche mit dem Versuch, VW zu übernehmen, hoch verschuldet hat, kämpft für die Eigenständigkeit des Sportwagenbauers. Er setzt u.a. auf das Emirat Katar als neuen Geldgeber und Investor. "Keine Vorzugsbehandlung" Unterdessen wies das baden-württembergische Finanzministerium Meldungen zurück, wonach bei einer Übernahme von Porsche durch Volkswagen doch keine milliardenschweren Steuerzahlungen drohen. "Es ist noch nichts entschieden", betonte ein Ministeriumssprecher am Dienstag in Stuttgart. Steuergesetze würden "ohne Ansehen von Namen und Personen" gleichmäßig angewandt. "Porsche bekommt keine Vorzugsbehandlung", sagte der Sprecher. Laut "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch) hat eine interne Arbeitsgruppe von Fachleuten der baden-württembergischen Finanzbehörden nach intensiven Prüfungen Entwarnung gegeben. "Der Verkauf wäre kein Problem. Es gibt einen völlig legalen Weg, bei dem keine Steuern anfallen würden", zitierte das Blatt einen ranghohen Beamten aus dem Umfeld von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Zuvor hieß es, das Geschäft könnte scheitern, weil mögliche Steuerzahlungen von bis zu drei Milliarden Euro drohten. (dpa)

 
 
 

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