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Wieder mehr Kfz-Insolvenzen im April
Nach einer positiven Entwicklung im März sind im Folgemonat wieder mehr Kfz-Betriebe in Deutschland in die Knie gegangen. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Auswertung des Statistischen Bundesamts hervorgeht, fuhren im April 127 Autohäuser und Werkstätten in die Insolvenz. Das waren 15,5 Prozent mehr als Vorjahrsmonat. Davon betroffen waren insgesamt 648 Beschäftigte, die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich auf rund 81,5 Millionen Euro.
In den ersten vier Monaten lag die Gesamtzahl der bei den Amtsgerichten eingereichten Kfz-Pleiten mit 458 (plus 0,4 Prozent) auf Vorjahresniveau. Zum Vergleich: Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg wurde ein Anstieg um 3,1 Prozent auf 11.024 Insolvenzfälle registriert.
Im Kfz-Gewerbe kriselte den Statistikern zufolge insbesondere der Service-Bereich. 46 Reparaturbetriebe waren im April zahlungsunfähig – 53,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurde damit in diesem Zweig ein Zuwachs um ein Viertel auf 160 Fälle gezählt. Erfreulich: Die Pleitewelle im Autohandel ebbte im Berichtsmonat mit 59 Insolvenzverfahren (minus 7,8 Prozent) weiter ab. Von Januar bis April steckten 230 Autohäuser in finanziellen Schwierigkeiten, elf Firmen weniger als im Vergleichszeitraum 2009.
Der Wirtschafts- und Informationsdienst Creditreform rechnet nach früheren Angaben bundesweit mit bis zu 36.000 Unternehmensinsolvenzen in diesem Jahr, da viele kleinere Firmen finanziell angeschlagen seien. Noch negativere Prognosen wurden damit relativiert. (rp/dpa)
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