Samstag, 26.05.2012
02.06.2008
Share |
VW-Machtkampf

Winterkorn droht mit Rücktritt

Der Streit um die Macht bei Volkswagen eskaliert weiter: Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn hat Porsche indirekt mit Rücktritt gedroht, wenn der Großaktionär ins operative Geschäft eingreifen sollte. Der Konzern werde "auch künftig von seinem Vorstand in Wolfsburg geleitet", sagte Winterkorn dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Sollte Porsche in das Geschäft eingreifen, müsse Porsche-Chef Wendelin Wiedeking den Job an der VW-Spitze selber erledigen, er selber könne "noch am selben Tag gehen". Seinem Großaktionär stellt Winterkorn außerdem die Vertrauensfrage: "Kunden, Händler, Belegschaft, Zulieferer und Aktionäre haben Vertrauen in die Wachstumsstrategie von Volkswagen. Es wäre schade, wenn dies ausgerechnet bei unserem größten Anteilseigner nicht vorhanden wäre", sagte Winterkorn der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). "Gutes Geld verdienen und soziale Verantwortung sind und bleiben Volkswagen-Tugenden", sagte der Automanager und bezog sich damit auf Äußerungen von Wolfgang Porsche, denen zufolge die VW-Arbeiter einfach an die Bänder gehen und arbeiten könnten. "Wir schicken unsere Mitarbeiter nicht nur ans Band, sondern behandeln sie mit größter Wertschätzung", meinte Winterkorn. Porsche besitzt derzeit rund 31 Prozent an VW und will seinen Anteil bis zum Herbst auf über 50 Prozent ausbauen. Seit Monaten gibt es einen heftigen Konflikt um die künftige Machtverteilung in einem Porsche/VW-Konzern sowie die Mitbestimmung der Belegschaft. Mit der Übernahme von Volkswagen ist Porsche aber nach Einschätzung des VW-Betriebsratschefs Bernd Osterloh überfordert. "Für mich zeichnet sich immer klarer ab: Die Herrschaften wussten offensichtlich nicht, wie ein Weltkonzern wie Volkswagen funktioniert, und sie wissen es auch heute nicht", sagte Osterloh der "Braunschweiger Zeitung".

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wird Audi das erste Porsche-Opfer?

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

03. Juni 2008 11:02
E.K. meint:
Ich gratuliere Herrn Winterkorn zu den mutigen aber auch notwendigen Äußerungen!
All die Beteuerungen der Porsche Verantwortlichen, nichts zerschlagen zu wollen, Menschen die für den Konzern arbeiten wertzuschätzen und nach kooperativen Lösungen zu streben. Die Synergien der neuen Konstellation zu nutzen.
Davon ist nach den Äußerungen von Herrn Porsche nichts mehr geblieben.Er und sein Adlatus, Wiedeking, haben jetzt ihr wahres Gesicht gezeigt. Menschenverachtend, überheblich und unerträglich arrogant. Wiedeking arbeitet wenigstens noch für sein Geld. Also sollte er sich um seinen Job kümmern und Wolfgang Porsche sollte lieber über dem Wörthersee rudern. Dann diskutiert er wenigstens nicht mehr in der Öffentlichkeit seine Machtgelüste aus. Die schaden der ganzen Gruppe nämlich am meisten.

1 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 1)
1

"HB ohne Filter" vom 25. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute u.a.: Diskussion zur "Meister-HU", Elektroauto, Rabattschleusen und Rolf Leuchtenberger MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS/asp-Servicekongress: Die Zukunft der Dialogannahme

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Dialogannahme gewinnbringend organisieren! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr