Samstag, 26.05.2012
19.05.2008
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VW/Porsche

Winterkorn pocht auf Eigenständigkeit

Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn pocht angesichts der Übernahme durch Porsche auf die Eigenständigkeit des Wolfsburger Autokonzerns. "Die Porsche SE, unter deren Dach die VW-Beteiligung verwaltet wird, trifft auch künftig keine operativen Entscheidungen für den Autokonzern Volkswagen", sagte Winterkorn dem "Handelsblatt" (Montag). Es gebe klare Spielregeln. "Das Herz von Volkswagen schlägt weiter in Wolfsburg." Die neue Porsche- Holding, in der bisher kein Platz für Winterkorn vorgesehen ist, gilt als das künftige Machtzentrum der gesamten Porsche-VW-Gruppe. Winterkorn stellte sich zudem gegen ein Verschmelzen der Lkw-Geschäfte von VW, Scania und MAN. "Wir brauchen keine Fusion der drei Lkw-Marken, um von Synergie-Effekten zu profitieren. Wir werden aus drei starken Marken kein einzelnes Unternehmen machen", sagte er. Die Strategie bestehe darin, die Markenkarte auszuspielen, gleichzeitig aber bei der Technik und im Einkauf Synergien zu schöpfen. VW hatte im März die Mehrheit am schwedischen Nutzfahrzeughersteller Scania übernommen und ist Großaktionär des Münchener MAN-Konzerns (wir berichteten). Unterdessen sind die Pläne für den Bau des neuen Werkes in den USA weitgehend abgeschlossen. Von 2010 an sollen in der Fabrik jährlich 250.000 Autos vom Band rollen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". VW-Sprecher Andreas Meurer sagte am Samstag, vorgesehen sei die Fertigung eines "eigens für die USA entwickelten Autos in der Größe eines Passat". Einen Namen für die Mittelklasse-Limousine gebe es noch nicht. Günstige Passat-Alternative Nach Informationen des "Spiegel" soll das Auto mindestens 3.000 Dollar günstiger sein als die derzeit angebotene Passat-Variante. Verzichtet werden solle auf einige technische Feinheiten wie eine aufwendige Hinterachse. Endgültig entscheiden über das Werk wolle der VW-Aufsichtsrat im Juli. Nach Angaben von Meurer sind als Standorte noch drei US-Bundesstaaten – Alabama, Tennessee und Michigan – in der Auswahl. (dpa)

 
 
 
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