Samstag, 26.05.2012
20.08.2009
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Neuer Autoriese

Winterkorn will Porsche-Palette kräftig ausbauen

Porsche soll unter dem Dach von Volkswagen gleich drei neue Modelle auflegen. VW-Chef Martin Winterkorn, der das neue gemeinsame Autoimperium künftig führen soll, sagte dem "manager magazin", vorstellbar wäre ein Fahrzeug unterhalb des bislang kleinsten Modells Boxster, außerdem ein "kleiner Bruder" für den Geländewagen Cayenne sowie ein zusätzliches Modell der neuen Sportlimousine Panamera. "Wichtig ist, dass Porsche wieder eine Führungsposition in Sachen fortschrittlicher Technik und Innovation einnehmen wird", sagte Winterkorn. Eine Neuauflage des VW-Porsche aus den 70er Jahren schloss er zugleich aus. "So etwas werden wir nie wieder machen. Das verspreche ich. Ein Porsche muss ein Porsche bleiben." Ziel sei, bis 2012 oder 2013 auf 150.000 verkaufte Fahrzeuge zu kommen, bekräftigte Winterkorn. Im Ende Juli abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 hatte Porsche bei den Verkäufen noch einen Einbruch von 25 bis 30 Prozent verkraften müssen. Die genauen Zahlen sind noch nicht bekannt. Der neue Porsche-Chef Michael Macht hofft aber, die Durststrecke bis Weihnachten zu überwinden. Im Geschäftsjahr 2007/08 hatten die Stuttgarter 98.652 Autos verkauft. Wolfgang Porsche als Schlüsselfigur Dem Aufsichtsratschef der Porsche AG, Wolfgang Porsche (66), schreibt Winterkorn im "manager magazin" eine "zentrale Rolle für die Einbindung von Porsche" in den VW-Konzern zu. "Er verkörpert die Marke sehr stark, während sein Cousin Ferdinand Piëch eher für Volkswagen steht", sagte er. Die erbitterte Übernahmeschlacht der beiden Autobauer solle man jetzt vergessen, mahnte Winterkorn. "Die Wunden werden schnell heilen, wenn wir nach vorne schauen in unserer Zusammenarbeit."

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Suzuki wäre interessanter Partner"

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

21. August 2009 12:30
Andreas Vetter meint:
Das war zu befürchten. Kaum landet eine der letzten exklusiven Marken in den Armen eines stückzahlgetriebenen Großserienherstellers, wird die Modellpalette "kräftig ausgebaut". Dabei zeigt doch die Erfahrung, dass Premium und Premiumpreise nur sehr begrenzt mit Menge in Einklang zu bringen sind. Premiumpreise und hoher Werterhalt brauchen Exklusivität. Ansonsten stehen die Fahrzeuge in absehbarer Zeit "an jeder Ecke" und der Begehrenswert ist dahin. Folge: Hohe Rabatte und drastisch fallende Restwerte/Wiederverkaufspreise. Schade, dass Geschichte sich wohl tatsächlich immer wiederholt.

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