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VW-Chef Martin Winterkorn fungierte als Key Note-Speaker auf dem IFA-Jubiläumskongress.
Retail-Aktivitäten
Winterkorn zerstreut Händler-Bedenken
Nach der Eröffnung des bundesweit größten Volkswagen-Autohauses in Berlin (wir berichteten) will VW bei seinen Handelsaktivitäten einen Gang zurückschalten. Konzernchef Martin Winterkorn sagte am Donnerstag auf dem 10. Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen, dass der Autobauer sein Retail-Geschäft "eher nicht" ausbauen wolle. Ein Auto herstellen zu können, bedeute nicht, es auch vertreiben zu können. Dies seien zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle, sagte er. Winterkorn kündigte zudem ein Programm zur Stabilisierung der Restwerte an, um die Händler "wieder zu beruhigen". Details nannte der Manager nicht. Er sei mit dem Handel einer Meinung, dass nach dem Ende der Abwrackprämie Autos wieder verkauft und nicht mehr nur verteilt werden müssten. Insgesamt sehe er eine "große Zufriedenheit“ bei den Handelspartnern. Trotz erster Zeichen für ein Ende der Wirtschaftskrise warnte Winterkorn vor verfrühtem Optimismus. Es sei schwer abzusehen, wie belastbar der Aufschwung sei. "Das Jahr 2010 wird ein sehr schwieriges Jahr, gerade in Deutschland." Auch der neue Mercedes-Benz-Vertriebschef Joachim Schmidt zeigte sich kritisch: "Kurzfristig wird es hart bleiben", erklärte er für die Märkte in Deutschland und Westeuropa. Für den Heimatmarkt rechnet Schmitt wie sein BMW-Kollege Engel für das kommende Jahr mit einem "klaren Minus" bzw. 2,7 bis 2,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen. Erst mittelfristig sehen die Vertriebsmanager eine deutliche Besserung. Im kommenden Jahr erwarten sie den Premiummarkt auf 2009er Niveau (ca. 800.000 Zulassungen). Der nach der Abwrackprämie erwartete Abschwung werde Mercedes und BMW nicht so hart treffen, weil die Unternehmen auch kaum von der Förderung profitiert hätten, hieß es. China überspringt Verbrennungsmotoren Auch der weltweite Absatz werde im kommenden Jahr stagnieren, erklärte Winterkorn. Daran könne zunächst auch der Trend zu mehr Elektroantrieben nichts ändern. Der VW-Chef betonte, dass weiterhin herkömmliche Verbrennungsmotoren die größte Bedeutung haben werden. Dennoch seien vor allem die chinesischen Autobauer sehr gut auf den Elektroantrieb eingestellt. Wegen der von Region zu Region unterschiedlichen Rohstoffvorkommen zeichne sich aber bei den alternativen Antrieben noch kein weltweit erfolgreiches "Auto der Zukunft" ab. (rp)
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(Foto: Karolina Ordyniec/AUTOHAUS)
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