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Autoexperte Diez: "Traditionelle Autohäuser verlieren Anteile."
Studie
Wirtschaftskrise bremst Händlergruppen ein
Angesichts der Wirtschaftskrise legen große Autohäuser in Deutschland eine Wachstumspause ein. "Nach einer stürmischen Expansionsphase ist gegenwärtig eine gewisse Konsolidierung bei den Automobilhandelsgruppen feststellbar", heißt es in einer am Donnerstag in Stuttgart präsentierten Studie des Autoexperten Willi Diez im Auftrag der Prüforganisation Dekra. Eine Reihe spektakulärer Insolvenzen in der Branche habe gezeigt, dass eine zu schnelle Expansion zu Existenzproblemen führen könne. Die Zahl der größeren Händler, die in den nächsten Jahren weitere Standorte planen, sei seit dem vergangenen Jahr "deutlich rückläufig". Dennoch gibt es der Studie zufolge hierzulande immer mehr größere Autohandelsgruppen. Die Zahl der Händler mit mehr als drei Verkaufsbetrieben sei im vergangenen Jahr auf 2.500 gewachsen. Damit sei ihr Anteil an der Gesamtzahl der Kfz-Betriebe in Deutschland auf 28 Prozent gestiegen. Im Jahr 2006 waren es noch 2.250 Unternehmen (Anteil: 23 Prozent). Bis zum Jahr 2015 könnte der Anteil sogar auf 40 Prozent steigen. "Diese Entwicklung wird mit einer weiteren Verschiebung der Vertriebskanäle verbunden sein", heißt es in der Untersuchung weiter. Der Anteil der Händlergruppen am Gesamtabsatz in Deutschland wird demnach von 43 Prozent 2008 auf rund 48 Prozent 2015 steigen. "Leidtragende werden die traditionellen, standortgebundenen Autohäuser sein, deren Vermarktung von Neuwagen von heute noch gut einem Viertel auf knapp 17 Prozent sinken wird."
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