Samstag, 26.05.2012
22.03.2010
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Bilanz 2009

Wirtschaftskrise bremst Skoda ein

Skoda hat das Geschäftsjahr 2009 trotz negativer Einflüsse durch die internationale Wirtschaftskrise mit Gewinn abgeschlossen. Bei einem Umsatz von knapp 188 Milliarden tschechischen Kronen (7,4 Milliarden Euro, minus 6,2 Prozent) erzielte die VW-Tochter einen Überschuss von fast 3,5 Milliarden Kronen (137 Millionen Euro), wie das Unternehmen bei der Bilanzvorlage am Montag in Prag bekanntgab. "Vor diesem Hintergrund sehen wir der Zukunft und dem weiteren Verlauf des Jahres 2010 positiv entgegen", sagte Skoda-Vorstandschef Reinhard Jung. 2009 hätten die weltweite Wirtschaftskrise und sinkende Gesamtmärkte die Ergebnisse beeinflusst, teilte der VW-Teilkonzern weiter mit. Einen negativen Effekt hatten auch der höhere Anteil kleinerer, ergebnisschwächerer Fahrzeuge und Maßnahmen zur Verkaufsförderung. Belastend wirkte sich zudem die hohe Volatilität der tschechischen Krone aus. Nach Konzernangaben wurden 2009 551.600 (2008: 625.800) Autos mit dem Skoda-Emblem abgesetzt. Rechnet man die für China bestimmten Fahrzeuge hinzu, die unter VW-Lizenz vertrieben werden, ergab sich ein Auslieferungsrekord von 684.200 (674.500) Wagen. In Deutschland stieg der Absatz um 44,3 Prozent auf 162.328 Fahrzeuge. Diesen Verkaufsrekord im Vergleich zu 2008 führte Skoda auf die Abwrackprämie zurück. Erfolgreichste Modellreihen blieben 2009 Octavia und Fabia mit jeweils etwa 270.000 verkauften Fahrzeugen. Der Yeti als erster Skoda im SUV-Segment verkaufte sich seit seiner Markteinführung im September 2009 bereits gut 11.000 mal. Impulse durch Wachstumsmärkte Ein Grund für die im Branchenumfeld positive Entwicklung sei das "frühzeitige Engagement" in Wachstumsregionen, sagte Jung und verwies auf neue Produktionsstätten in Indien und Russland. Dazu komme die verstärkte Nachfrage nach kompakten und verbrauchsarmen Fahrzeugen. Skoda, 1895 gegründet, gehört seit 1991 mit Sitz Mlada Boleslav zu VW. Das Unternehmen zählt zu den größten Arbeitgebern in Tschechien und ist als wichtigster Exporteur des Landes für etwa sieben Prozent der tschechischen Ausfuhren verantwortlich. (dpa)

 
 
 
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