Samstag, 26.05.2012
12.03.2010
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AUTOHAUS SteuerLuchs

Wissenswertes zum Jahresabschluss (5)

Eigenkapitalquote – Was ist das eigentlich?

Banken, auch die Herstellerbanken, werden immer vorsichtiger, wenn Kredite zu vergeben sind. Sie prüfen genau die Bonität ihrer Kunden. Dabei spielt die Ausstattung mit Eigenkapital eine wichtige Rolle. Welchen Anteil hat das Eigenkapital an der gesamten Finanzierung? Die Kennziffer "Eigenkapitalquote" beantwortet diese Frage.

Eigenkapital steht dem Unternehmen zur Verfügung, ohne dass eine Verpflichtung zur Rückzahlung besteht. Das unterscheidet es vom Fremdkapital, das in der Regel als Bankkredit und Lieferantenkredit bereitgestellt wird. Daher erhöht ein größerer Anteil an Eigenkapital die finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit eines Unternehmens. Je weniger Gläubiger ein Unternehmen hat, desto sicherer kann es wirtschaften. Verfügt es über eine gute Eigenkapitalausstattung, steigt auch seine Kreditwürdigkeit. Hinzu kommt, dass weniger Zins- und Tilgungszahlungen die Firma belasten, mögliche Verluste in der Zukunft lassen sich leichter auffangen.

Vor diesem Hintergrund ist die Kennziffer "Eigenkapitalquote" zu verstehen: Sie gibt an, welchen prozentualen Anteil das Eigenkapital am Gesamtkapital eines Unternehmens hat, das sich aus Eigenkapital und Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) zusammensetzt (Bilanzsumme):

Aktiva Handelsbilanz Passiva
Anlagevermögen 30 % Eigenkapital 20 %
Umlaufvermögen 70 % Rückstellungen 15 %
Verbindlichkeiten 65 %
Bilanzsumme 100 % Bilanzsumme 100 %

Und so berechnen Sie Ihre Eigenkapitalquote:

Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme x 100

Was bedeutet also der Begriff "Eigenkapitalquote"? Eine Kennziffer, die neben anderen Daten darüber Auskunft gibt, wie es um die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens bestellt ist.

Fazit: Je größer der Anteil des Eigenkapitals in einem Unternehmen ist, desto zukunftsfähiger uns unabhängiger wird es, weil zum Beispiel der Zugang zu Krediten leichter fällt. Ziel muss es sein, eine Eigenkapitalquote von mindestens 15 Prozent zu erreichen.

Wie sich die Eigenkapitalquote positiv beeinflussen lässt, folgt in einem der nächsten Artikel.

Das sind die nächsten Artikel des AUTOHAUS SteuerLuchs:
Jahresabschluss (6): Rückstellungen im Autohaus
Jahresabschluss (7): Leasingrückstellung: Handels- versus Steuerrecht
Jahresabschluss (8): Windowdressing

Brauchen auch Sie einen Steuer-Tipp?

Dann schicken Sie Barbara Lux-Krönig von der Kanzlei Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner einfach eine E-Mail: lux@raw-partner.de

 
 
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