23.04.2010
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Weiterbildung
 

Die Themen wurden von den Workshop-Teilnehmern teilweise heftig diskutiert.

Workshop für die Hagelszene

Wie in jedem Jahr fand auch 2010 wieder traditionell ein Workshop der Firma HPI-Zentrum GmbH & Co. KG im Schulungszentrum in Böblingen statt. Dort trafen sich vor Kurzem mehr als 80 Hageltechniker, um sich auf die neue Hagelsaison vorzubereiten.

Jan Kalvoda von Elementaris Plus AG referierte zum Thema "Arbeiten als Techniker in der Schweiz". Er ging speziell darauf ein, welche rechtlichen Schritte bei der Arbeitsaufnahme in der Schweiz zu beachten sind und welchen zeitlichen Begrenzungen die Arbeitsbewilligungen unterliegen. Der Hallenbetrieb und seine Eigenheiten beleuchtete Giuseppe Sciarrotta vom HPI-Zentrum. Er wies auf den Ablauf im Hallenbetrieb sowie auf die Abrechnung und den hohen Qualitätsstandard bei HPI hin. Die Techniker konnten sich so mit der Arbeitsweise des HPI-Zentrums vertraut machen und sich auf den geplanten Ablauf in einer Reparaturhalle einstellen.

"Neue Decklacksysteme und deren Bearbeitung" lautete der Referatstitel von Eduard Radischewski. Da sich in den vergangenen Jahren im Lacksektor viel getan hat, stellte Radischewski besonders die neue Nanolacktechnologie in den Fokus, die einige Automobilhersteller bereits verwenden. Dabei ging er besonders auf die Bearbeitung und eventuelle Fehler bei der Bearbeitung ein. Harald Heil vom HPI-Zentrum behandelte in seinem Vortrag die Folgen des Klimawandels und die Auswirkungen bzw. Veränderungen, die der Klimawandel auf die Hagelsituation in Mitteleuropa in den nächsten Jahren haben wird. Demnach werde sich der Verlauf des Hagelschlags – bezogen auf das Kalenderjahr – deutlich verändern. Heil stützte sich bei seinem Vortrag auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Prognosen anerkannter Wetterdienste.

Spannende Fachdiskussionen

Georg Müller, Geschäftsführer des HPI-Zentrums, wies darauf hin, dass einige Versicherungsunternehmen darüber nachdenken, neue Berechnungsgrundlagen zu entwickeln, um die AW-Zeiten der Techniker neu festzulegen. Dies wurde seitens der anwesenden Techniker heftig diskutiert und mit sehr viel Misstrauen betrachtet. Müller stellte ebenfalls den neuen Bundesverband der Ausbeultechnik BVAT vor (wir berichteten). Der Zusammenschluss der führenden Hagelunternehmen in Deutschland zu einem offiziellen Verband sei ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Branche, betonte der Referent. Unter dem Titel "Vorziehen zum Lackieren" erläuterte Müller auch, dass darüber nachgedacht werde, das kleinere Dellen nur noch vorgedrückt bzw. vorgezogen werden sollen, um dann nach dem Schleifen, mit Füller und Decklack lackiert zu werden. Dieses Verfahren sei jedoch immer ein heftiger Diskussionspunkt. Auch bei diesem Workshop wurde das Verfahren sehr skeptisch beurteilt und angezweifelt, denn diese Methode greife in den Neuwagenzustand ein.

Die einzelnen Themen wurden von den Workshop-Teilnehmern aufmerksam verfolgt und anschließend diskutiert, um auch für die neue Hagelsaison gerüstet zu sein. (sn)

 
 
 
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