Samstag, 26.05.2012
29.07.2009
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Umweltprämie

ZDK hält Berichte über Vorfinanzierung für missverständlich

Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat aktuelle Presseberichte als "missverständlich" bewertet, in denen ein Zusammenhang zwischen Liquiditätsengpässen und der Vorfinanzierung der Umweltprämie im Autohandel hergestellt wurde. Man müsse deutlich unterscheiden zwischen den Händlern, die in unterschiedlichsten Umfängen die Umweltprämie vorfinanziert hätten und den Fällen, in denen es möglicherweise zu Liquiditätsengpässen gekommen sei, hieß es in einer Mitteilung. Solche Engpässe hätten verschiedenste Ursachen und seien nur in vergleichsweise wenigen Fällen auf die zögerliche Auszahlung der Umweltprämie zurückzuführen. Der ZDK reagierte damit auf einen Bericht des Wirtschaftsmagazins "Impulse", wonach rund 3.000 Händler für den Staat in Vorleistung gegangen seien. Vielen Händlern, so das Magazin, drohe nun die Insolvenz wegen mangelnder Liquidität. Der ZDK wies darauf hin, dass nach Angaben des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) inzwischen nur noch vier bis sechs Wochen vom Eingang eines Prämienantrages bis zu dessen Auszahlung vergingen. Aus Sicht des Verbandes sei eine solche Bearbeitungsdauer nicht zu beanstanden. Genaue Zahlen, wie viele Händler die Umweltprämie vorfinanziert haben, seien dem ZDK nicht bekannt, sagte eine Sprecher auf Nachfrage von AUTOHAUS Online. Aus Sicht des Branchenverbandes ist es nicht empfehlenswert, dass die Händler ihren Kunden die Umweltprämie vorfinanzieren. Die Prämie hätte auch ohne eine solche Vorfinanzierung bei der in Betracht kommenden Zielgruppe genügend Resonanz gefunden, hieß es. Insolvenzwelle im Herbst Der ehemalige ZDK-Pressesprecher, Helmut Blümer, sagte dem Wirtschaftsmagazin "Impulse", die Branche sei in einem Goldrausch gewesen, der bei manchem jede Vernunft besiegt habe. Spätestens im Herbst werde es jede Woche ein paar Insolvenzen geben. Die Abwrackprämie habe der Branche gut getan, aber "der Boom ist vorbei", so Blümer. Es gehe jetzt mit der Konsolidierung weiter, die im Dezember letzten Jahres durch die Prämie unterbrochen wurde. (se)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

30. Juli 2009 16:12
Klaus Behres meint:
An die Kollegen Inhaber und Geschäftsführer, wie kann man denn auf die Idee kommen, die Abwrackprämie vor zu finanzieren?! Ein ordentlicher Kaufmann würde dies nicht machen, erst Recht nicht, wenn der Staat der Ansprechpartner ist. Selbstverständlich ist es eine Riesensauerei unserer Regierung was hier mit der Abwicklung läuft! Die Abwrackprämie hat bei einer erheblichen Anzahl von Händlern die Insolvenz auf später verschoben. Mal sehen wie danach gejammert wird. Denken wir daran, wir sind alle Unternehmer - unsere Regierung leider nicht!


30. Juli 2009 10:13
Hans Carree meint:
Dann scheint die BAFA nicht der Reihe nach vorzugehen. Unsere ältesten Forderungen stammen aus März 2009. Eine Riesensauerei! ( ich weiss nicht, ob das "Ihrer" Nettiquette entspricht - ist aber die Wahrheit ) Gruss Hans Carree Ford-Kückenotto Rheda-Wiedenbrück


30. Juli 2009 09:10
Heinz Reitzel meint:
Verstehen kann ich einige Händler nicht die gegen jede Kaufmännische Vernunft die Abwrackprämie vorfinanzieren.Mann kann sich doch ausrechnen was so eine Vorfinanzierung kostet.Da kann man Festellen welcher Druck auf die Händler ausgeübt wird.

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