Samstag, 26.05.2012
09.06.2009
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Kfz-Gewerbe

ZDK sieht Ende der Sonderkonjunktur

Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) sieht nach einer "Tempo-Phase in den Umweltprämien-Monaten März und April" das Ende der automobilen Sonderkonjunktur nahen. Verbandspräsident Robert Rademacher sagte anlässlich der ZDK-Mitgliederversammlung am Dienstag in Erfurt, die Gesamtbilanz der staatlich gewährten Umweltprämie sei sehr positiv. Dennoch rechnet der ZDK für 2009 mit Umsatzeinbußen. Der Gesamtumsatz aus dem Verkauf neuer und gebrauchter Fahrzeuge sowie dem Service werde um etwa zwei Milliarden Euro unter dem Vorjahresergebnis von 129,5 Milliarden Euro liegen, hieß es. Der nur noch einstellige Zuwachs im Auftragseingang sei ein Vorbote der im weiteren Jahresverlauf erwarteten "Rückkehr zur Normalität des Automarktes". Das von 18,4 Prozent per Ende April auf 22,8 Prozent gestiegene Plus Ende Mai bei den Pkw-Neuzulassungen resultiere noch aus der "Hoch-Zeit der Prämie", so Rademacher. Für 2010 prognostizierte der Verband den Verkauf von "deutlich unter drei Millionen" Neuwagen in Deutschland. In diesem Jahr werden es Schätzungen zufolge noch bis zu 3,5 Millionen sein. Trotz eines Auftragsbestands 40 Prozent über Vorjahr und eines seit März anhaltend zweistelligen Umsatzplus um 15 Prozent habe die Branche mit "ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ zu kämpfen, so Rademacher. Die Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren ist weiter hoch, betroffen waren 380 Betriebe mit rund 2.400 Beschäftigten. Auch der Arbeitsmarkt ist weiter krisenhaft. Offiziellen Statistiken zufolge seien im ersten Quartal rund drei Prozent der am Jahresstart registrierten 468.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Als große Herausforderung bezeichnete der ZDK-Präsident nicht nur die Bindung der preissensiblen Kunden, sondern auch die Rückkehr zu realistischen Preisen: "Die Umweltprämie und die durch die Hersteller zusätzlich gewährten Verkaufsprämien haben das Preisgefühl verzerrt", sagte Rademacher. Vorläufige Zahlen lassen, so der Verband, einen deutlich niedrigeren Durchschnittspreis für den Neuwagen erwarten. Derzeit liege man rund 20 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres mit seinerzeit 25.990 Euro. Der Verband erwarte im Jahresverlauf einen durchschnittlichen Pkw-Preis von etwa 21.000 Euro. 420.000 Neukunden für neue und junge Pkw Laut einer vom ZDK in Auftrag gegebenen repräsentativen Forsa-Umfrage unter fast 1.400 Autofahrern haben rund 44 Prozent der Antragsteller zum ersten Mal einen Neuwagen gekauft. Rund 420.000 Neukunden für neue und junge Pkw habe das Kfz-Gewerbe durch die Prämie gewonnen, hieß es. 45 Prozent der Neuwagenkäfer gaben jedoch bei der Umfrage an, ihren Fahrzeugkauf von 2010 auf 2009 vorgezogen zu haben. "Daraus lässt sich ableiten, dass wir uns für das nächste Autojahr auf eine Durststrecke einzustellen haben", sagte Rademacher.

 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

10. Juni 2009 11:46
jete meint:
Laut Text sind die Neuzulassungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum per Mai 2009 um 22,8% gestiegen.Im Download "ZDK-Zahlen zum Autojahr 2009" ist dieser Wert als Ergebnis des Berichtzeitraums 01.01.2009 bis 30.04.2009 angegeben. Laut Text soll die Steigerung der Neuzulassungen innert diesem Zeitraum aber nur 18,4% betragen haben. Welche Angabe ist denn nun korrekt?


09. Juni 2009 20:23
Karl-Heinz Scherer meint:
Die 'Abwrackprämie' hat in den letzten Wochen verwöhnt. Auf absehbar spielt wieder der 'Alltag' mit der tatsächlichen Marktsituation . Jetzt ist es spätestens an der Zeit, sich darauf aktiv einzurichten. Von der Sättigung des Fahrzeugverkaufes zur Serviceoffensive: Die 'neuen Kunden' bedienen und ebenso die Stammkunden hegen und pflegen! Jedes vernünftige Geschäft wird benötigt. Also Initiative ergreifen und nicht warten. Alle Aftersales Maßnahmen, Kundenansprache und Akquisition - auch mit neuen Angeboten - forcieren. Ergründen und kennen, was die Kunden erwarten und wünschen. Allle im Betrieb machen mit - Aktionsplan und stete Ergebniskontrolle. Nutzen der vorhanden Ressourcen! Höchste Priorität, die nächsten Monate und danach zu besetzen. Sonst droht das'Loch'.
Karl-Heinz Scherer

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