7-Tage-Rückblick
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Gehen optimistisch ins dritte Quartal (v.l.): Klaus Dieter Breitschwert (Präsident LV Bayern), ZDK-Präsident Robert Rademacher, Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk und ZDK-Vize Ulrich Fromme.
Zwischenbilanz 2010
ZDK verbreitet Zuversicht
Trotz eines schrumpfenden Neuwagenmarkts haben die deutschen Autohäuser und Werkstätten positive Erwartungen an das verbleibende Jahr 2010. Nach Erhebungen des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) schätzen zwei Drittel der Betriebe ihre Geschäftslage für das dritte Quartal als besser oder gleich bleibend gegenüber dem zweiten Quartal ein. Dies sei ein ermutigendes Signal aus der Branche und ein Indikator dafür, das laufende Jahr auf noch befriedigendem Niveau abschließen zu können, erklärte ZDK-Präsident Robert Rademacher am Dienstag in Nürnberg.
Bis Ende Mai hätten sich die Geschäftsfelder im Kfz-Gewerbe uneinheitlich entwickelt, so Rademacher. "Neuwagen schwach, Gebrauchtwagen robust, Servicebereich stabil." In den verbleibenden sieben Monaten dieses Jahres müsse der Absatz gut laufen, um die ZDK-Prognose von 2,7 bis 2,8 Millionen Neufahrzeugen zu erreichen. Die Zahl der Neuzulassungen war bis Ende Mai mit knapp 1,18 Millionen um 27,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahres geblieben (wir berichteten). Eine stärkere gewerbliche Nachfrage zeichne sich jedoch ab, hieß es.
Das Gebrauchtwagengeschäft habe sich bisher robust behauptet, teilte die Verbandsspitze weiter mit. Entsprechend optimistisch sind die Händler. Laut Befragung erwarten mehr als drei Viertel der Betriebe für das dritte Quartal ein besseres oder saisonübliches Geschäft in diesem Bereich. Auch bei Wartung und Reparatur gab es bislang keinen Grund zum Klagen: Die Auslastungsquote der Werkstätten lag bis Mai bei 82 Prozent und damit auf gleichem Niveau wie im Vorjahreszeitraum.
94 Prozent vertrauen Händler vor Ort
Zuversichtlich stimmt das Kfz-Gewerbe auch eine aktuelle Autofahrer-Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Mai durchgeführt hatte. Demnach gehen 94 Prozent der potenziellen Neuwagenkäufer zum Händler vor Ort und nicht den Weg zum billigsten Internet-Angebot. Das Ergebnis bestätige die hohe Akzeptanz der flächendeckenden Infrastruktur der Autohäuser und Werkstätten und die aus der Nähe zum Kunden resultierende Kundenbindung, sagte Rademacher.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Reform der Dienstwagenbesteuerung angemahnt
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