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Innovationsstudie
Zeitenwende in der Autoindustrie
Die internationalen Autobauer haben einer aktuellen Studie zufolge eine Zeitenwende bei den Innovationstrends eingeläutet. Wie das Center of Automotive (CoA) der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach auf Basis einer aktuellen Analyse feststellte, rücken vor allem europäische Hersteller verstärkt die Kundenkriterien "Wirtschaftlichkeit" und "Umwelt" in ihren Entwicklungsfokus. Es sei eine "umbruchartige Verschiebung" von den bisher gesetzten Schwerpunkten "Komfort" und "Fahrleistung" festzustellen, erklärte CoA-Leiter Stefan Bratzel. Laut Studie generieren die Autokonzerne derzeit die meisten der 130 untersuchten Neuerungen (30 Prozent) im Bereich Antriebstechnik. Demnach habe sich die Zahl der Innovationen bei Hybrid- und Brennstoffzellenantrieben nahezu verdoppelt. Gleiches gelte auch für herkömmliche Antriebe, bei denen nunmehr deutlich stärker die Effizienzverbesserung als die Leistungssteigerung im Mittelpunkt stehe. Nach Angaben des CoA werden vor dem Hintergrund der "sauberen Automobilität" alle großen Hersteller in den nächsten Jahren zunächst vorwiegend in Premium- und dann in Volumenmodellen (Voll-)Hybridantriebe im Angebot haben. Insbesondere die deutschen Hersteller würden "mit Macht" aus dem Schatten der japanischen Hersteller, allen voran Toyota, heraustreten und in Kürze im Bereich der alternativen Antriebe ihre Marktrückstände aufholen, prognostizierte der Experte. Diesel und Otto noch nicht zum alten Eisen Wichtigste Antriebstechnologie in den nächsten zehn Jahren bleibe jedoch der konventionelle Verbrennungsmotor. Dessen Effizienz werde über alle Fahrzeugsegmente hinweg u.a. durch Downsizing von Motoren, Leichtbau sowie neue Verbrennungsverfahren deutlich erhöht. Vorteil seien dabei auch die vergleichsweise geringen Innovationskosten. Für kleine Elektroautos sieht Bratzel künftig insbesondere im Stadtverkehr Chancen. Große Fortschritte seien hier bei den Stromspeichertechnologien auszumachen, die die Entwicklung erster serientauglichen Kleinwagen innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre beschleunigen könnten. Mit Brennstoffzellen-Pkw sei dagegen frühestens ab 2015 zu rechnen. Einer Großserien-Fertigung stünden noch einige ungelöste technische Fragen sowie die hohen Entwicklungskosten im Wege, heißt es in der Analyse. (rp) Welche Autobauer sich im vergangenen Jahr mit Innovationen besonders hervortaten, lesen Sie am Dienstag, den 13. Mai 2008, auf AUTOHAUS Online. Weitere Details zur CoA-Studie sind unten in der Downloadbox abrufbar.
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(Foto: Daimler)
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