Die Annahme eines neuen vierjährigen Tarifvertrags durch 45.000 amerikanische Chrysler-Arbeiter ist wahrscheinlicher geworden. Die Beschäftigten vier großer Fabriken im Großraum Detroit haben mit überwältigender Mehrheit ihre Zustimmung gegeben. Ein Tarifabschluss rücke damit erheblich näher, berichtete die "Detroit News" am Donnerstag in ihrer Onlineausgabe. Die Chrysler-Arbeiter müssen das Tarifabkommen mehrheitlich billigen. Automobilarbeiter in mehreren Werken hatten zuvor in örtlichen Urabstimmungen den neuen Tarifvertrag abgelehnt. An diesem Freitag stimmen noch 3.400 Chrysler-Arbeiter in einer Autofabrik in Belvidere (US-Bundesstaat Illinois) ab. Die General-Motors-Arbeiter hatten bereits ein ähnliches Abkommen gebilligt. Nunmehr stehen noch Tarifvereinbarungen bei Ford aus. Viele Chrysler-Arbeiter waren mit dem in dem neuen Tarifvertrag enthaltenen zweispurigen Lohnsystem unzufrieden. Es bietet neuen Beschäftigten, die nicht in der Produktion direkt arbeiten, geringere Löhne als den derzeitigen Arbeitern. Außerdem kritisierten sie, dass es nicht so weitreichende Modell- und Produktionsgarantien gibt wie bei General Motors. (dpa)
Zeitung: Annahme des Chrysler-Tarifabkommens wahrscheinlich
Große Mehrheit der Beschäftigten gibt ihre Zustimmung