Samstag, 26.05.2012
04.03.2010
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Entwicklung

Zetsche fordert mehr Hilfe für Elektroautos

Daimler-Chef Dieter Zetsche fordert von der EU-Kommission und der Bundesregierung mehr Hilfe für Elektroautos. "Um die Entwicklung alternativer Antriebe zu unterstützen, brauchen wir positive Rahmenbedingungen", sagte der Präsident des europäischen Verbandes der Automobilhersteller ACEA dem "Handelsblatt" (Donnerstag). "Parallel ist es notwendig, eine geeignete Infrastruktur aufzubauen." Zum Start der neuen Technologie werden seinen Angaben zufolge wegen der zunächst kleinen Stückzahlen hohe Kosten auf die Hersteller zukommen. "Das ist ein Kreislauf, den wir nur durchbrechen können, wenn wir in Europa für einen begrenzten Zeitraum den Kauf von Elektrofahrzeugen finanziell fördern", sagte Zetsche der Zeitung. Dabei wären seiner Ansicht nach einheitliche Regeln in Europa wünschenswert. Andere deutsche Automanager schließen sich der Forderung Zetsches an. Auch BMW würde es begrüßen, wenn die Bundesregierung auch in der Anlaufphase den Kauf von Elektrofahrzeugen fördere, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer der Zeitung. Auch VW-Chef Martin Winterkorn verlangt dem Bericht zufolge eine gemeinsame Kraftanstrengung, um das Elektroauto auf die Straßen zu bringen. Die Bundesregierung hatte mit dem zweiten Konjunkturpaket noch vor der Bundestagswahl 500 Millionen Euro speziell für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zur Verfügung gestellt. Ziel ist, dass bis 2020 auf den deutschen Straßen rund eine Million Elektroautos fahren. (dpa)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

05. März 2010 17:55
Uwe Gnuschke meint:
@ Jörg-Uwe Banach
Gute Technologien gehören subventioniert, sonst bauen die Chinesen die E-Autos. Ferner stört mich Ihre Desinformation. Schon heute werden im Durchschnitt 52% der Energie aus nicht fossilen Energieträgern erzeugt, mit dem Ergebnis dass der Atomstrom im Laufe der Jahre abnimmt und die alternativen Energien stark steigen werden.

Auch Sie hätten die Wahl von Ihrem Anbieter sog. "Öko-Strom" anzufordern. Und es ist doch ein offenes Geheimnis, dass die Anbieter von Stromtankstellen - wie nicht nur von den Grünen gefordert - hier primär umweltverträglich produzierten Strom liefern wollen. Übrigens: Nicht umsonst ist Deutschland einer der führenden Länder im Bereich der Windenergie, weil es frühzeitig erkannt und subventioniert wurde.

Sie können hier vieles schlecht reden (Elektroautos, OPEL etc.). Wenn man Ihre Postings hier auf autohaus.de mal durchliest hat man den Eindruck, dass Sie entweder ein Pessimist sind oder sturzkonservativ. Aber glücklicherweise gibt es auch genug Optimisten hier...


05. März 2010 16:23
E. Kuehlwetter (wallibelli) meint:
Passend zu diesem Artikel zitiere ich einmal inahaltlich aus einer Studie, die der VDA anlässlich der IAA '09 bei Messebesuchern / Kaufinterssenten durchgeführt hat. Die Studie gelang nie in Presse. und Öffentlichkeit. Sie wurde den Verbandsmitgliedern "vertraulich" zur Kenntnis gegeben.

Das Kernergebnis war: 7 von 10 Kaufinterssenten würden sich am liebsten jetzt schon (Sept.2009) ein Plug in e-mobil mit einer Rechweite von ca.300 km als nächstes Auto zulegen.Sofern der Mehrpreis max. 10 % über vergleichbare Fahrzeugklassen mit konventionellem Diesel- / Benzinantrieb liegt.

Der Hintergrund ist die bei Autofahrern weit verbreitete Angst vor wieder steigenden Öl- und Kraftstoffpreisen bis zur Verfügbarkeit. Auch ein 3 l - Auto braucht in der Praxis 4 - 5 Liter. Und wenn der Literpreis Richtung 3 Euro klettert, dann bezahl' ich trotzdem mehr als vor der Krise. " Gebranntes Kind scheut das Feuer. " Die 1,60 je L und mehr im Sommer 2008 haben ihre Spuren hinterlassen.

Des Kunden Traum ist das Massen e-mobil mit Strom aus der Steckdose.
Da kann Herr Banach in seinem Kommentar noch so dagegen wettern, da können die hiesigen Hersteller sich mit Hybrid und effizienten
Ölverbrennern noch so gut aufstellen. Der Kunde will den Stromer für die Steckdose. Und er hat präzise gesagt zu welchem Preis.

Ob das der Auto-Industrie passt oder nicht. Sie muss es angehen. Sie kann es nicht nach der bisher praktizierten Top-Down Strategie umsetzen. Sie muss mit Volumenmodellen kommen. Ansonsten läuft sie Gefahr, von anderen auch neuen Anbietern bzw. Investoren aus anderen Branchen, überholt zu werden. Man stelle sich mal vor, Energiekonzerne vermarkten in ihrem Kundenkreis e-mobile, die sie von irgendeinem Hersteller (z.B. China) als Auftragsproduktion beziehen. Der chin. Staat unterstützt mit zig Mia. Euro die Entwicklung von e-Motoren.

Unser Staat muss die Autobauer unterstützen, genauso Kaufanreize geben. Wir dürfen keinesfalls die Kometenz über die Zukunftstechnologie Elektromobilität anderen überlassen. Hängt doch hier etwa jeder 7. Arbeitsplatz vom Ölverbrenner ab. Wenn der dann eines Tages nicht mehr von den Bändern läuft, müssen es eben e-mobile sein. Das Steuergeld dafür ist auf jeden Fall besser und nachhaltiger angelegt als in einer Abwrackprämie.


05. März 2010 12:33
Uwe Gnuschke meint:
Ist es nicht schon merkwürdig, dass ein Herr Zetsche mehr Unterstützung einfordert während ein Herr Reilly mit einem serienreifen E-REV namens OPEL Ampera von Rüsselheim nach Genf fährt? Verkehrte Welt. Der Ampera ist übrigens komplett in Deutschland entwickelt worden, bisher ohne Steuergelder aus dem Konjunkturpaket II. OPEL darf ihn aber erst Ende 2011 verkaufen, weil die Mutter GM dem baugleichen Chevrolet Volt den vortritt gibt.

Der Aufbau der Infrastruktur ist doch schon im Gange, dem Gewinnstreben der Stromkonzerne sei dank. Die Förderung von E-Autos muss und wird kommen, wie beispielsweise schon in Frankreich initiiert. Somit fallen Herrn Zwetsches Äußerungen mehr in die Rubrik "Winterloch" und sind eher als formloser Rülpser zu verstehen.

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