Samstag, 26.05.2012
14.11.2008
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Absatzkrise

Zetsche hält Kurzarbeit für möglich

Daimler-Chef Dieter Zetsche schließt wegen der Absatzkrise in der Autoindustrie kürzere Arbeitszeiten für die Beschäftigten nicht aus. Durch Arbeitszeitkonten sei man bei Daimler zwar flexibel, sagte Zetsche der "Bild"-Zeitung (Freitag). "Je nachdem wie es weitergeht, könnten Arbeitszeitverkürzungen ein weiterer Schritt sein." Auf die Frage nach möglichen Stellenstreichungen sagte Zetsche: "Wir wissen nicht, wie hart uns die Krise noch erfasst. Deshalb kann ich dazu derzeit keine Prognose abgeben." Eine Sprecherin des Daimler-Betriebsrats sagte am Freitag: "Es gibt Gespräche zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung auf verschiedenen Ebenen, wie im nächsten Jahr gearbeitet wird." Dabei werde auch eine mögliche Verringerung der Arbeitszeit von 35 auf 30 Stunden für einige Standorte diskutiert. In einigen Werken könnten bestehende Arbeitszeitkonten ausgeschöpft werden, in anderen werde dies nach den verlängerten Weihnachtsferien kaum mehr möglich sein. Außerdem habe das Unternehmen bereits Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen Abfindungsangebote unterbreitet, sagte die Betriebsrats-Sprecherin. Damit könnten die Betroffenen freiwillig ausscheiden. Annehmen müssten sie die Offerte aber nicht, weil es bis 2012 einen Pakt zur Beschäftigungssicherung gebe. Produktion der gesunkenen Nachfrage anpassen Man müsse die Produktion der gesunkenen Nachfrage ständig anpassen, sagte Zetsche der "Bild"-Zeitung. "Es macht keinen Sinn, Autos auf Halde zu bauen." Daimler hatte wie auch andere Autobauer bereits eine Zwangspause angekündigt. An allen 14 Standorten des Konzerns in Deutschland sollen rund 150.000 Beschäftigte in verlängerte Weihnachtsferien von bis zu vier Wochen geschickt werden, sagte Sprecherin Marina Krets am Freitag. Für die einzelnen Werke seien mit den jeweiligen Betriebsräten unterschiedliche Lösungen vereinbart worden. Im größten deutschen Montagewerk des Konzerns in Sindelfingen bei Stuttgart werden die Bänder vom 12. Dezember bis zum 12. Januar stillstehen. Bis zum Jahresende soll die Produktion insgesamt um 45.000 Fahrzeuge gedrosselt werden.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Trennung von Leiharbeitern – "Da ist noch Luft"

 
 
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