Zetsche stellt höhere Dividende in Aussicht

11.09.2007 09:31 Uhr
Zukunftsvision: Die Luxuslimousine F 700 soll dank "Diesotto"-Antrieb nur 5,3 Liter Benzin verbrauchen.

Profitabilität von Mercedes so hoch wie nie / 19 neue Modelle auf der IAA / Forschungs- und Entwicklungsbudgets wird kräftig aufgestockt

DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche hat den Aktionären eine höhere Dividende in Aussicht gestellt. "Die Perspektiven für eine steigende Dividende sind sehr gut", sagte Zetsche am Dienstag auf der Automesse IAA in Frankfurt. Er hob hervor, dass die Profitabilität von Mercedes-Benz auf einem noch nie dagewesenen Level liege. Der Manager stellte in Frankfurt 19 Modelle mit besonders verbrauchsarmen Antrieben vor. "Wir wissen, was die Kunden und die Welt von uns erwartet", sagte Zetsche. Er hob hervor, dass in der Kombination von Bluetec-Dieselantrieben und dem Hybrid eine S-Klasse künftig bei respektablen Fahrleistungen nur noch 5,4 Liter Treibstoff verbrauchen werde. Wie viel die Kunden dafür mehr bezahlen müssten, lasse sich derzeit noch nicht exakt definieren. Weltpremiere feierte auch das Forschungsfahrzeug F 700: Die Luxuslimousine mit 258 PS wird von einem "Diesotto"-Motor angetrieben. Wie bereits berichtet, soll dieser künftig die Vorzüge des Diesel (Sparsamkeit) und des Ottomotors (Sauberkeit) vereinen. Zusammen mit einem Hybrid verbrauche der F 700 nur 5,3 Liter Benzin, hieß es. Daimler-Forschungschef Thomas Weber kündigte zudem am Dienstag eine Aufstockung des Forschungs- und Entwicklungsbudgets um mehrere hundert Mio. Euro in diesem Jahr an. "Wir legen nochmal kräftig was auf die Schippe", sagte der Manager. Am Geld werde die Entwicklung neuer Motorengenerationen mit deutlich geringerem Verbrauch und reduziertem Schadstoffausstoß nicht scheitern. Nach seinen Angaben beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungsausgaben im vergangenen Jahr auf 3,7 Mrd. Euro bereinigt um den Chrysler-Anteil. Der Löwenanteil der Ausgaben soll bei der künftigen Daimler AG in die Mercedes Car Group fließen. Weber bekräftigte die Strategie des Stuttgarter Autobauers, auch nach der Trennung von Chrysler bei der Komponentenentwicklung mit dem US-Unternehmen zusammenzuarbeiten. "Wir sind mit 20 Prozent an Chrysler beteiligt und natürlich auch am Erfolg von Chrysler interessiert", sagte der Vorstand. Klar sei aber auch, dass die beiden Autobauer nach dem Ende der Fusion auch inhaltlich bei vielen Themen künftig getrennte Wege gehen werden. A-Klasse bekommt Nachfolger Der Manager versicherte, dass der Autokonzern trotz gegenteiliger Spekulationen Nachfolgemodelle der Mercedes A- und B-Klasse konstruieren wird. "Die A- und die B-Klasse sind höchst erfolgreich", sagte Weber. "Wir werden die Nachfolgemodelle zu gegebener Zeit an den Start bringen – das ist klar." (dpa)

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