Samstag, 26.05.2012
16.06.2010
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Restwertrisiko

ZLW verklagt VW Leasing

Die Zentralvereinigung des Kfz-Gewerbes zur Aufrechterhaltung des lauteren Wettbewerbs (ZLW) hat am Montag gegen die Volkswagen-Tochter VW Leasing GmbH Klage beim Landgericht Braunschweig erhoben. Das teilte ZDK-Präsident Robert Rademacher am Mittwoch bei der Mitgliederversammlung seines Verbandes in Nürnberg mit. Rademacher bezeichnete es als "unfair von den Herstellern, mit Leasingraten auf Taschengeldniveau zu werben und das Rücknahmerisiko auf den Handel abzuladen". Deswegen habe sich der Verband nun entschlossen, dieses Branchenproblem durch seine Tochter ZLW juristisch klären zu lassen.

Ziel der Klage, so der ZLW-Vorsitzende Axel Koblitz, sei ein gerichtliches Verbot der Abwälzung des Wertverlustrisikos bei Leasingfahrzeugen auf den Handel. Gängige Praxis bei VW Leasing und anderen herstellereigenen Leasinggesellschaften sei es, die Händler durch einseitig vorformulierte Geschäftsbedingungen zum Ankauf der Fahrzeuge nach Ablauf des Leasingvertrags zu einem im voraus festgelegten Restwert zu verpflichten. Darin liege eine "unangemessene und damit rechtlich unzulässige Benachteiligung der wirtschaftlich unterlegenen Händler", hieß es.

Der ZDK-Wettbewerbsverein hatte nach Angaben von Koblitz VW Leasing wegen der Verwendung der beanstandeten Vertragsklauseln zunächst vergeblich abgemahnt. Die nunmehr anstehende gerichtliche Klärung der Rechtsfrage sei von fabrikatsübergreifendem Interesse, hieß es.

"Klage nützt niemanden"

Die VW Leasing sieht dem Rechtsstreit gelassen entgegen. "Wir werden uns mit den Argumenten der Gegenseite auseinandersetzen, können aber die Klage im Grunde nicht verstehen, denn sie nützt niemanden", erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber AUTOHAUS Online. Das Andienungsrecht sei auch in anderen Branchen normale Geschäftspraxis. Das Unternehmen arbeite mit dem Handel seit Jahren in diesem Bereich erfolgreich zusammen. Das Restwert-Unterstützungsprogramm 2010/2011 (wir berichteten) hätten 99 Prozent der Betriebe unterschrieben. Angesichts der Erholung des Gebrauchtwagenmarkts und steigender Restwerte würden zahlreiche VW-Händler wieder dazu übergehen, die Leasingrückläufer selbst zu vermarkten, so Kupisch.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Händlerverband nimmt Abstand - Weitere Klagen

 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

17. Juni 2010 14:56
matthiasfranke meint:
An Alle die hier klagen: Es gab und es gibt schon immer Banken (zb. Santander und BDK), die realistische Restwerte rechnen und festlegen und sich dann am Ende der Laufzeit um die Vermarktung kümmern.Mit der Konsequenz das bei einer Erhöhung des Restwertes; um die Rate kleinzurechnen;eine Rückkaufsverpflichtung eingegangen werden MUSS. Die Koll. die hier klagen haben in der Vergangenheit meist den grössten Nachlass mit dem maximalen Restwert der Herstellerbanken "verkauft". Als Kaufmann sollte man in der Lage sein zu begreifen, daß ein Leasingfz. wie ein Bumerang zurückkommt.Schöne Grüsse man muss nicht jedes "Geschäft" machen.


16. Juni 2010 19:31
Hans von Ohain meint:
Nun ist es also die ZLW, die klagt. Der VW/Audi Händlerverband hat sich in dieser Sache ja nicht nur bedeckt gehalten, nein er hat sogar angegeben, mit all dem nicht einmal ansatzweise in Verbindung gebracht werden zu wollen. Manchmal fragt man sich tatsächlich, wer hier eigentlich wen vertritt bzw. ob die Art und Weise, in der unsere sogenannten Interessenvertreter tätig bzw. eben auch untätig sind, noch dem Stand der Zeit entspricht.

Mir ist durchaus die Rechtslage bewusst und daher weiß ich, dass der VW/Audi Händlerverband hier kein eigenes Klagerecht hatte. Wer aber weiß, mit welcher Energie und welchem Enthusiasmus dieser Verband noch im letzten Quartal 2009 beschlossen hat, denen in WOB und BS es jetzt mal richtig zu zeigen, der fragt sich schon, woher der Verband angesichts der jetzigen Situation noch seine Legitimation bezieht. Ich meine das auch gar nicht polemisch, ironisch o. ä. Aber man sollte ernsthaft über die Schlagkraft und die Verbandsstrukturen nachdenken.

Noch eine solche Aktion und es ist endgültig vorbei mit der Glaubwürdigkeit dieses ansonsten ja sehr professionell agierenden Vereins.


16. Juni 2010 14:36
H.M meint:
Genau das ist der Punkt .Die Vw-Bank oder Europa Leasing läßt uns
auf den Kosten voll hängen .Eine Kundin gibt das Auto mit 5000.00€
Schaden zurück und geht selbst in die Insolvenz nach der zweiten
Instanz und nun habe ich alle Kosten vom Anwalt und Rep. Kosten
alle Gerichtskosten zu zahlen .Die Bank wärmt sich in der Sonne .
Ein VW Händler vor Ort durfte Insolvenz anmelden wegen der
Rückläufer . Da wird noch manch einer in die Insolvenz getrieben .
H.M

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