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ZDK-Präsident Rademacher wirft den herstellereigenen Leasinggesellschaften "unfaires" Verhalten vor.
Restwertrisiko
ZLW verklagt VW Leasing
Die Zentralvereinigung des Kfz-Gewerbes zur Aufrechterhaltung des lauteren Wettbewerbs (ZLW) hat am Montag gegen die Volkswagen-Tochter VW Leasing GmbH Klage beim Landgericht Braunschweig erhoben. Das teilte ZDK-Präsident Robert Rademacher am Mittwoch bei der Mitgliederversammlung seines Verbandes in Nürnberg mit. Rademacher bezeichnete es als "unfair von den Herstellern, mit Leasingraten auf Taschengeldniveau zu werben und das Rücknahmerisiko auf den Handel abzuladen". Deswegen habe sich der Verband nun entschlossen, dieses Branchenproblem durch seine Tochter ZLW juristisch klären zu lassen.
Ziel der Klage, so der ZLW-Vorsitzende Axel Koblitz, sei ein gerichtliches Verbot der Abwälzung des Wertverlustrisikos bei Leasingfahrzeugen auf den Handel. Gängige Praxis bei VW Leasing und anderen herstellereigenen Leasinggesellschaften sei es, die Händler durch einseitig vorformulierte Geschäftsbedingungen zum Ankauf der Fahrzeuge nach Ablauf des Leasingvertrags zu einem im voraus festgelegten Restwert zu verpflichten. Darin liege eine "unangemessene und damit rechtlich unzulässige Benachteiligung der wirtschaftlich unterlegenen Händler", hieß es.
Der ZDK-Wettbewerbsverein hatte nach Angaben von Koblitz VW Leasing wegen der Verwendung der beanstandeten Vertragsklauseln zunächst vergeblich abgemahnt. Die nunmehr anstehende gerichtliche Klärung der Rechtsfrage sei von fabrikatsübergreifendem Interesse, hieß es.
"Klage nützt niemanden"
Die VW Leasing sieht dem Rechtsstreit gelassen entgegen. "Wir werden uns mit den Argumenten der Gegenseite auseinandersetzen, können aber die Klage im Grunde nicht verstehen, denn sie nützt niemanden", erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber AUTOHAUS Online. Das Andienungsrecht sei auch in anderen Branchen normale Geschäftspraxis. Das Unternehmen arbeite mit dem Handel seit Jahren in diesem Bereich erfolgreich zusammen. Das Restwert-Unterstützungsprogramm 2010/2011 (wir berichteten) hätten 99 Prozent der Betriebe unterschrieben. Angesichts der Erholung des Gebrauchtwagenmarkts und steigender Restwerte würden zahlreiche VW-Händler wieder dazu übergehen, die Leasingrückläufer selbst zu vermarkten, so Kupisch.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Händlerverband nimmt Abstand - Weitere Klagen
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(Foto: ZDK)
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