Die Diskussion um den Klimawandel hinterlässt nach Einschätzung von BMW möglicherweise bereits tiefe Spuren auf dem deutschen Automarkt. "Ein 20-prozentiger Rückgang im Gesamtmarkt in den ersten beiden Monaten ist vielleicht nicht nur auf die Mehrwertsteuer-Erhöhung zurückzuführen", sagte BMW-Vertriebsvorstand Michael Ganal auf dem Autosalon in Genf. "Das könnte auch die Kohlendioxid-Diskussion sein." Die Verbraucher in Deutschland seien schnell verunsichert. Daher sei schwer abzuschätzen, inwieweit sich der deutsche Markt in diesem Jahr noch erhole. Der blau-weiße Autobauer hatte im Februar ein Neuzulassungsminus von 22 Prozent verzeichnet. Der Gesamtmarkt in Deutschland ging im Februar um 15,1 Prozent zurück. Den weltweiten Absatz seiner Kernmarke konnte die BMW-Group im Februar dahingegen um 3,6 Prozent auf 85.473 Autos steigern. Beim Mini gab es dagegen einen Rückgang um 2,5 Prozent auf 11.905 Fahrzeuge. Insgesamt legte der Konzernabsatz im Jahresvergleich um 2,8 Prozent auf 97.416 Wagen zu. In diesem Jahr will BMW dank neuer Modelle bei allen drei Marken Absatzrekorde erzielen, sagte BMW-Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer auf dem Automobilsalon in Genf.
Zulassungs-Minus: BMW sucht Schuld bei der Klima-Debatte
Rückgang ist laut Vertriebsvorstand Ganal "vielleicht nicht nur auf die Mehrwertsteuer-Erhöhung zurückzuführen" / Kernmarke verkauft sich im Februar gut