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Studie
Zulieferer ächzen weiter unter Preisdruck
Der Kostendruck in der Autozuliefererbranche wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen. Das geht aus einer jetzt veröffentlichen Studie der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman hervor. Funktionale Innovationen könnten demnach den Trend hin zum Wertverlust nur sehr bedingt ausgleichen. Einzig das globale Volumenwachstum nach der Krise biete die Chance, langfristig Wertsteigerung und profitables Wachstum zu erzielen. "Nur wer sich international ausrichtet, in den Schwellenländern präsent ist und seine Kosten deutlich senkt, kann im hart umkämpften Zuliefermarkt nachhaltig erfolgreich sein", heißt es in der Untersuchung, für die im ersten Halbjahr 2010 Topmanager weltweit führender Zulieferbetriebe befragt wurden.
Den Angaben zufolge wollen die Autohersteller beim Zukauf von Komponenten in den nächsten fünf Jahren eine durchschnittliche Preissenkung von 4,3 Prozent jährlich durchsetzen. Die tatsächlich erzielte durchschnittliche Reduzierung betrage dabei 2,5 Prozent. Nicht nur die meisten Module seien vom Kostendruck betroffen, sondern auch alle Fahrzeugsegmente – von Low-Cost bis Premium. Zulieferer müssten sich darauf einstellen, dass die Einsparungsanforderungen der Premiumanbieter mittelfristig das Niveau der Volumenhersteller erreichen werden.
Funktionale Aufwertungen zu Beginn eines neuen Produktlebenszyklus schaffen den Beratern zufolge nur noch selektiv Abhilfe. Zwar hätten spezialisierte Komponentenhersteller innerhalb einer Nische weiterhin die Möglichkeit, in ihrem Segment gewinnbringend zu wachsen. Doch könnten Zulieferer insgesamt nur in Ausnahmefällen Preiserhöhungen bei den Autobauern erzielen. Laut Studie gleichen funktionale Innovationen und wachsende Ausstattungsraten den Wertverlust bei einem durchschnittlichen Auto nur bei rund 20 bis 30 Prozent der Fahrzeugmodule aus.
Kostensenkung und Globalisierung nötig
Nach Ansicht der Oliver Wyman-Experten sollten sich die Branchenfirmen auf Kostensenkungsprogramme etwa bei Einkauf und Produktion sowie die Entwicklung von innovativen Komponenten fokussieren. Um vom globalen Volumenwachstum nach der Krise zu profitieren, sollten die Unternehmen in aufstrebenden Automärkten wie Indien und China mit Produktionskapazitäten präsent sein. Die Berater erwarten, dass der gesamte Zuliefermarkt in den nächsten fünf Jahren jährlich um vier Prozent wachsen wird. Beim weltweilten Fahrzeugabsatz prognostizieren sie eine Steigerung um sechs Prozent pro Jahr. (rp)
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Fünf Erfolgsfaktoren für die Zukunft der Autozulieferindustrie
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(Foto: Bosch)
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